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08/04/2016 14:44 CEST | Aktualisiert 09/05/2016 08:51 CEST

Aliens? So wird nach außerirdischem Leben gesucht

Gibt es Aliens? Bisher fehlt der Beweis ...
Bombonia - Celina Alvarado via Getty Images
Gibt es Aliens? Bisher fehlt der Beweis ...

  • Gibt es außerirdisches Leben, Aliens?

  • Astrobiologie will Methoden entwickeln, Leben auf anderen Planeten zu entdecken.

  • Aktiv wird nach außerirdischen Leben gesucht - das kann gefährlich sein.

Sind wir alleine? Außerirdisches Leben beschäftigt Wissenschaft und Gesellschaft. Auch wenn bisher noch keines eindeutig nachgewiesen werden konnte, wird diese Möglichkeit weiterhin in Betracht gezogen.

Zwar steckt das Universum noch voller ungelöster Rätsel, doch haben wir uns bereits einen guten Überblick verschafft: Es gibt Materie und Energie, kleinste Teilchen bis große Sterne. Ihre Anordnung wird bestimmt durch Kräfte, die sich anziehen und abstoßen.

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Ein Kommen und Gehen, ein Werden, das teils berechnet, teils unberechenbar ist. In seiner Weite und mit seinen unzähligen Galaxien stellt sich für uns immer wieder die Frage:

Ist der Mensch und sein Geist, der zu all diesen Ordnungs- und Aufklärungsversuchen in der Lage ist, die galaktische Ausnahme? Ein zufälliger Augenblick, der einzige Grenzfall von Materie? Oder gibt es noch andere Lebensformen, irgendwo in den Weiten des Weltraums?

Die Suche nach dem Unbekannten

Wenn es außerirdisches Leben gibt, gestaltet sich die Suche danach schwer. Denn wie soll man etwas finden, von dem man nicht weiß, was es ist?

Natürlich kann man dieser Frage aus dem Weg gehen, indem man das Universum nach unseren Maßstäben, an denen wir Leben beurteilen, durchsucht. Dafür gibt es unter anderem das Wissenschaftsfeld der Astrobiologie.

  • Forscher beschäftigen sich auf der Erde mit Lebensformen in Extremumgebungen, um diese Art der Methode auf anderen Planeten einzusetzen.
  • So wurden etwa am Sukok-See in Alaska Sonden getestet, die auch unter der Eisdecke des Gasplaneten Jupiter zum Einsatz kommen könnten. Die Sonde registriert im Wasser zum Beispiel aufsteigende Blasen, die Methan enthalten – ein Hinweis auf Leben.
  • Gleichzeitig versucht man Raketen so zu entwickeln, dass der Jupiter-Flug möglich wird.
  • Andere Astrobiologen wagen sich in die Tiefe von Höhlen, wie die lichtlose Cueva de Villa Luz in Mexiko. Dort erforschen sie Snottiten, schleimige Fäden voller Mikroorganismen, die von der Schwefelverbindung in der Flüssigkeit leben. Ein Beweis für Leben in extremer Umwelt, der als Möglichkeit für das Leben auf anderen Planeten unter extremen Bedingungen gewertet werden kann.

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Aber gibt es intelligentes Leben da draußen?

Zu testen, ob es in den für uns ungemütlichen Eis- und Vulkanlandschaften anderer Planeten Minimalformen von biologischem Leben gibt – wie Mikroorganismen, ist das eine. Die Suche nach weiteren, höher entwickelten Lebensformen, sogenanntes intelligentes Leben, ist etwas anderes.

Bei der Suche nach außerirdischen Zivilisationen geht es vor allem um den Versuch der Kontaktaufnahme. Prinzipiell kommen dafür drei Wege in Frage: die Kommunikation über Radiowellen, die Raumfahrt mit bemannten Raumschiffen oder unbemannten Sonden und zukünftige Technologien, die erst noch entwickelt werden müssen.

Heute konzentriert sich die Wissenschaft neben der Suche nach Anzeichen für primitives Leben hauptsächlich auf die Suche nach Radiosignalen von außerirdischem intelligenten Leben aus fernen Sonnensystemen.

Diese Suche wird mit SETI für Search for Extraterrestrial Intelligence abgekürzt.

Seit 1960 werden verschiedene Projekte betrieben, um etwa den Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums nach Signalen anderer technisch entwickelter Zivilisationen zu durchsuchen.

Hawking warnte vor aktiver Suche

Statt mit riesigen Radioteleskopen nur ins All zu lauschen, wurden auch aktiv Signale ausgeschickt. So beispielsweise 1974 vom Arecibo-Observatorium in Puerto Rico. Die Radiobotschaft schickte ein Bild in Richtung des Kugelsternhaufens M13.

Das Bild soll das Arecibo-Observatorium, eine menschliche Figur, die DNA und die für das Leben auf der Erde notwendigen Elemente darstellen.

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Astrophysiker wie Stephen Hawking und David Brin warnten vor solchen aktiven Methoden. Schließlich wisse man nicht, ob die anderen Zivilisationen kriegerisch seien und die Erde als Ressource nutzen wollen. Auch für diese Möglichkeit gibt es Pläne zur planetaren Verteidigung.

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