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07/04/2016 07:22 CEST | Aktualisiert 20/06/2016 04:43 CEST

Diabetes: Die Symptome, wenn der Körper nicht mit Zucker umgehen kann

Neun Prozent der Deutschen leiden an Diabetes
Purestock via Getty Images
Neun Prozent der Deutschen leiden an Diabetes

  • Rund neun Prozent der Deutschen leiden an Diabetes.

  • Die Mehrheit erkrankt an Typ-2-Diabetes.

  • Eine gesunde Lebensweise kann vorbeugend wirken und Symptome lindern.

Diabetes gilt als Volkskrankheit. Rund neun Prozent der Deutschen leiden an erkannter oder unerkannter Zuckerkrankheit. Lange galt er als Krankheit für Senioren. Tatsächlich ist der Diabetes mellitus aber eine Stoffwechselerkrankung, die jeden erwischen kann.

Die "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" des Robert Koch Instituts hat 2012 gezeigt, dass rund neun Prozent aller Deutschen an Diabetes erkrankt sind. Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen aber das Risiko.

WHO: Zahl der Diabetes-Kranken steigt

Es gibt zwei Formen von Diabetes

Es werden zwei wesentliche Formen der Zuckerkrankheit unterschieden. Typ-1-Diabetes beginnt oft im Kindesalter. Meist kommt es aufgrund einer Fehlreaktion des Immunsystems zum Absterben der Zellen, die für die Produktion des körpereigenen Hormons Insulin in der Bauchspeicheldrüse verantwortlich sind.

Der Blutzuckerspiegel steigt. Um den Anstieg unter Kontrolle zu halten, müssen die Patienten Insulin spritzen. Rund fünf Prozent der Betroffenen leiden an dieser Form der Zuckerkrankheit.

Weitaus mehr sind Typ-2-Diabetiker. Rund 90 Prozent der Patienten leiden darunter. Ursache ist die zu geringe Wirkung des Insulins in den Körperzellen.

Es wird nicht ausreichend Zucker ins Gewebe abgeben. Dadurch steigt die Blutzuckerkonzentration. Häufige Ursachen für Diabetes Typ 2 sind Übergewicht, Fettleibigkeit und Bewegungsmangel.

Die häufigsten Diabetes-Symptome

Häufiger Harndrang und starkes Durstgefühl sind oft Diabetes-Symptome. Denn wenn die Zuckerwerte im Blut erhöht sind, wird mehr Zucker über die Niere und damit auch mehr Urin ausgeschieden. Der Körper verlangt ständig nach etwas zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Weitere Diabetes-Symptome sind Schwäche, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Durch die Fehlfunktion gelangt der Zucker nicht in die Zellen. Das führt zu Energiemangel und Abgeschlagenheit.

Behandlung von Diabetes

Diabetes Typ 1 ist meist nicht heilbar. Das Insulin muss dem Körper lebenslang von außen zugeführt werden. Denn die zerstörten Zellen in de Bauchspeicheldrüse lassen sich nicht ersetzen.

Wer an Diabetes Typ 2 erkrankt ist, sollte seinen Lebensstil der Krankheit anpassen. Dazu gehört eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, pflanzlichen Ölen und Milchprodukten.

Außerdem sollten pro Tag mindestens anderthalb Liter zuckerfreie Flüssigkeit getrunken werden. Alkohol, Salz und Süßigkeiten sollten in Maßen genossen werden. Durch Gewichtsabnahme und regelmäßige Bewegung lässt sich die Krankheit lindern.

Je nach Krankheitsbild wird der Arzt darüber hinaus Tabletten verordnen, die den Blutzuckerspiegel senken, eine Insulin-Therapie oder eine kombinierte Behandlung mit Tabletten und Insulin vorschlagen.

Folgeerkrankungen

Wer an Diabetes leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblinden und Nierenversagen. Es ist also wichtig, auf einen gesunden Lebensstil und einen gut eingestellten Blutzuckerspiegel zu achten. Das Risiko für Folgekrankheiten lässt sich dadurch erheblich reduzieren.

Vorsorge beugt vor

Ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und Sport sind die beste Vorsorge gegen Krankheiten.

Um einen Typ-2-Diabetes rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, sind Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt sehr wichtig. Dabei wird auch der Blutzucker bestimmt und die Krankheit frühzeitig erkannt.

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