POLITIK
06/04/2016 02:58 CEST | Aktualisiert 06/04/2016 03:46 CEST

"Charlie Hebdo" kommentiert die Panama Papers mit bitterbösem Cover

  • Das Satiremagazin "Charlie Hebdo" reagiert auf die Panama Papers

  • Auf seinem Titelblatt erklärt es die Erkenntnisse der Enthüllungen zum "Steuerterrorismus"

Die Enthüllungen der Panama Papers haben Europa in Aufruhr versetzt: Zahlreiche Politiker, Unternehmer und Prominente sollen mithilfe von Briefkastenfirmen Geld an den Steuerbehörden vorbei geschleust haben. Die Empörung ist groß - ebenso die Häme.

Das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" reagiert mit einem bitterbösen Magazincover auf den Skandal: Es erklärt die durch die Panama Papers aufgedeckten Vorgänge zum "Steuerterrorismus".

Auf dem Cover zeigt "Charlie Hebdo" eine Reihe Menschen, die Schilder mit der Aufschrift "Je Suis Panama" in die Luft halten. Eine Solidarisierung der Superreichen nach dem brutalen Anschlag auf ihre Steueroasen?

Charlie Hebdo n° 1237 du 6 Avril 2016

Posted by Charlie Hebdo Officiel on Dienstag, 5. April 2016

Mit ihrer Titelseite spielen die Satiriker auf die islamistischen Terroranschläge in Paris und Brüssel an, infolge derer sich Abertausende Menschen weltweit mit den Slogans "Je Suis Charlie", "Je Suis Paris" und "Je Suis Bruxelles" gegen den Terror positioniert hatten.

Für die "Opfer" der Enthüllungen dürfte das Mitgefühl in der Gesellschaft deutlich geringer ausfallen.

Dass die Aufdeckung des Finanzskandals tatsächlich zu umfassenden Veränderungen führen wird, bezweifeln die Macher von "Charlie Hebdo" jedoch: "Wir haben keine Angst" und "Es ändert nicht die Art und Weise, wie wir leben" steht auf den Schildern zweier Figuren auf dem Cover - in Anlehnung an die Botschaften, mit der in Vergangenheit auf den IS-Terror reagiert worden war.

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