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05/04/2016 06:52 CEST

Gericht eröffnete keinen Strafprozess wegen Loveparade-Drama von Duisburg

dpa
Kurz vor dem Unglück bei der Loveparade am 24.07.2010 stehen Menschen dicht gedrängt an einem Tunnelausgang in Duisburg

  • Zum Loveparade-Unglück von Duisburg wird es keinen Strafprozess geben

  • Das hat das Landgericht Duisburg entschieden

  • Das Oberlandesgericht kann den Entscheid kippen

21 Menschen sind 2010 beim Loveparade-Unglück von Duisburg gestorben. Einen Strafprozess wird es aber nicht geben - wenn es nach dem Landgericht Duisburg geht. Es bestätigte am Dienstag, dass die Anklage gegen zehn Beteiligte nicht zur Hauptverhandlung zugelassen wird.

Bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 war es an einer Engstelle zu einem tödlichen Gedränge gekommen. 21 Menschen starben bei dem Technofestival, mindestens 652 wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Anklage gegen Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters

Im Februar 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Duisburg Anklage gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters erhoben. Ihnen wurden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Seitdem hatte das Landgericht im sogenannten Zwischenverfahren aufwendig geprüft, ob eine Verurteilung im Hauptverfahren, der Gerichtsverhandlung, wahrscheinlich ist.

Das Gericht erließ nun einen sogenannten Nichteröffnungsbeschluss. Gegen ihn können die Staatsanwaltschaft Duisburg und Nebenkläger beim Oberlandesgericht Düsseldorf eine sogenannte sofortige Beschwerde einlegen. Wird diese abgelehnt, gibt es kein weiteres Rechtsmittel.

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