LIFE
05/04/2016 11:17 CEST | Aktualisiert 06/04/2016 07:14 CEST

12 Dinge, die du im Flugzeug nicht mehr tun solltest

12 Dinge, die du im Flugzeug nicht mehr tun solltest
thinkstock
12 Dinge, die du im Flugzeug nicht mehr tun solltest

THE BLOG

David Puzzo aus New York arbeitet als Flugbegleiter bei einer der größten Airlines der Welt. Er hat eine Liste zusammengestellt, die jeder Fluggast kennen sollte:

12 Dinge, die du im Flugzeug nicht mehr tun solltest...weil du ein Erwachsener bist, und weil wir so viel mehr von dir erwarten.

Die Trennwände im Flugzeug als Fußstütze benutzen.

Die Trennwände in einem Flugzeug sind nicht dein persönlicher Fußhocker. Sie sind nicht dazu da, dass du deine nackten, stinkenden Füße darauf abstützen kannst. Bitte lass deine Socken an und lass die Wände in Ruhe. Deine Mitreisenden werden es dir danken.

Die Toilette barfuß oder nur mit Socken benutzen.

Wie du vielleicht schon einmal gehört hast, ist das, worin du da stehst, kein Wasser. Manchmal ist der Zeitdruck auch so groß, dass das Flugzeug schnell wieder bereit sein muss und die Putzkolonne nicht einmal genug Zeit hat, alles komplett zu reinigen. Und um ehrlich zu sein, manchmal vergessen sie es auch oder reinigen die Toiletten einfach nicht.

Im Gang stehen während wir arbeiten.

Mal ehrlich, stürmen andere Menschen einfach so in dein Büro, posieren als Kämpfer, füttern ihr Baby oder beten zu Buddha? Ich glaube nicht. Der Gang ist unser Arbeitsbereich. Sozusagen unser Büro. Bitte bleib draußen.

In die Toilette stürmen, sobald du das Flugzeug betreten hast.

Hast du nicht grade erst zwei Stunden im Flughafen gesessen? Und da ist dir nicht einmal in den Sinn gekommen, dort auf die Toilette zu gehen? Oder hast du die seltsame Vorliebe, es bis zur letzten Minute zu halten, nur um die Flugzeugtoilette benutzen zu können?

Den Serviceknopf drücken.

Wenn es sich nicht gerade um einen medizinischen Notfall handelt, denn in dem Fall bitte ich darum. Dann darfst du auch gleich mehrmals drücken, um die Notsituation zu verdeutlichen und unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Dafür sind wir da, wir wollen helfen.

Aber den Serviceknopf zu drücken, nur weil du gerne noch einen Wodka Lemon haben möchtest, ist albern. Warum nutzt du nicht die Gelegenheit dazu, dir die Beine zu vertreten, den Gang bis zum Ende durchzugehen und uns persönlich zu fragen?

Bei der Landung klatschen.

Aus irgendeinem seltsamen Grund ist das ein Tabu. Wenn du also das nächste Mal nach einem Flug deine Dankbarkeit ausdrücken willst, dann sag es uns doch persönlich. Ein einfaches „Danke“ tut es auch.

Seltsames Essen mitbringen, das durch das ganze Flugzeug stinkt.

Warum hast du es für eine gute Idee gehalten, den frittierten Rosenkohl von gestern Abend mit ins Flugzeug zu nehmen? Wenn du selbst für deine Verpflegung sorgen möchtest, dann nimm bitte etwas mit, das nicht derartig stinkt. Deine Mitreisenden und das Kabinenpersonal wird es dir danken.

Im Flugzeug die Nägel lackieren oder Nagellackentferner benutzen.

Es stinkt nicht nur, die Luftaufsichtsbehörde verbietet es auch. Der Grund? Die Dämpfe sind giftig und das Luftsystem eines Flugzeugs, das auf Luft-Recycling beruht, kann diese Toxine nicht herausfiltern. Um es mal in aller Deutlichkeit zu sagen: Du, wir, das Kabinenpersonal, und alle anderen Passagiere werden gezwungen sein, auf dem 15-Stunden-Flug nach Peking giftige Dämpfe einzuatmen.

Deine Schönheitsrituale ins Flugzeug verlegen.

Was hat dich nur dazu getrieben, dir im Flugzeug die Zehennägel zu schneiden? Igitt. Ekelhaft.

Deinen eigenen Alkohol trinken.

Es gibt ein Flugregelwerk, das den Genuss von selbst mitgebrachtem Alkohol verbietet. Der Grund: Das Kabinenpersonal muss den Alkohol servieren, um einen Überblick darüber zu behalten, wie viel konsumiert wird. Nur, weil du ein Schnäppchen gemacht hast und ein paar Kurze für einen Euro das Stück im Supermarkt gekauft hast (statt für 8 Euro im Flugzeug), solltest du mit dem Verzehr trotzdem bis nach der Landung warten.

Tipp: Wenn Du Business oder First Class fliegst, kannst du in der Regel deinen eigenen Alkohol trinken. Voraussetzung ist allerdings, dass du den zuvor gekauften Alkohol dem Kabinenpersonal übergibst und dieses den Alkohol ausschenkt.

Den Aschenbecher herausziehen, wenn du die Toilettentür öffnen willst.

Ich verstehe das nicht. Hast du noch nie eine Tür gesehen? Warum ziehst du das kleine Metallding mit dem Bild einer durchgestrichenen Zigarette raus, um die Tür zu öffnen, anstatt einfach nur dort zu drücken, wo „drücken“ steht?

Die Fächer über den Sitzen als deinen eigenen persönlichen Schrank betrachten.

Normalerweise darf jeder Passagier zwei Handgepäckstücke mit an Bord nehmen. Ein kleines, leichtes Handgepäckstück, das unter dem Sitz des Vordermannes verstaut werden kann (vorausgesetzt, es blockiert den Gang nicht) und ein größeres Handgepäckstück, das über den Sitzen verstaut wird.

In der Regel finden in einer 737 zwischen 140 bis 170 Passagiere Platz. Wieso glaubst du, es wäre in Ordnung, ein komplettes Fach über dem Sitz für deine kleine Tasche, einen Koffer, eine Jacke und was du sonst noch so durch das Gate schmuggelst, zu benutzen? Sei deinen Mitreisenden gegenüber fair und platziere nur ein Gepäckstück in den Fächern über den Sitzen.

Bis zum nächsten Mal, mach’s gut!

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

Auch auf HuffPost:

Darum solltest du sofort aufhören, einen BH zu tragen

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.