POLITIK
05/04/2016 01:01 CEST | Aktualisiert 05/04/2016 02:09 CEST

Innenministerium: Unregistrierte Flüchtlinge könnten in die Kriminalität abrutschen

Fabrizio Bensch / Reuters
Innenminister Thomas de Maizière bei einer Polizeipräsentation am Berliner Ostbahnhof

  • Nach Angaben des Innenministeriums könnten in Deutschland 500.000 unregistrierte Flüchtlinge leben

  • Das Ministerium befürchtet, dass diese in die Kriminalität abrutschen könnten

Das Zahlenchaos um die Anzahl der nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge wird immer verwirrender. Das Innenministerium rechnet damit, dass bis zu einer halben Million Flüchtlinge in Deutschland ohne Registrierung leben.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Viele Migranten melden sich nicht bei den Behörden aus Angst, abgewiesen zu werden", zitiert das Blatt Ministeriumskreise.

Nicht registrierten Flüchtlingen bleibt nur der Weg in die Kriminalität

Dieser Trend werde zunehmend mit Besorgnis registriert, weil nicht registrierten Flüchtlingen häufig nur der Weg in die Kriminalität bleibe.

Nach Informationen der Tageszeitung will Innenminister Thomas de Maizière am Mittwoch eine Zwischenbilanz des Bundeskriminalamtes (BKA) zur Flüchtlingskrise im Bundeskabinett vorlegen.

Im vergangenen Jahr 2015 wurden in Deutschland 1.087.478 Flüchtlinge registriert. Das geht aus dem "Easy"-Bericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor. Stichtag der Erfassung war der 30. Dezember. Diese Zahlen des BAMF muss man allerdings mit Vorsicht behandeln. Denn darin können auch Flüchtlinge enthalten sein, die in andere Länder weiterreisten oder die doppelt registriert wurden.

Vor allem Migranten aus den Balkanstaaten begehen Straftaten

Nach der Zwischenbilanz des Innenministeriums begehen vor allem Migranten aus den Balkanländern Straftaten. Syrer, Iraker und Afghanen fielen in der Kriminalstatistik dagegen kaum auf.

Untersucht hat das BKA auch die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. Dahinter stecke kein organisiertes Verbrechen. Die Übergriffe seien vielmehr kulturell begründet, so das Ergebnis.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit dem Spendenportal Betterplace.org stellt die Huffington Post spannende Projekte vor, die ihr direkt unterstützen könnt:


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