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04/04/2016 06:44 CEST | Aktualisiert 04/04/2016 07:00 CEST

Engel und Schutzengel: Boten mit göttlichem Auftrag

Schutzengel und Engel begleiten Menschen, so der Glaube vieler
Ghislain & Marie David de Lossy via Getty Images
Schutzengel und Engel begleiten Menschen, so der Glaube vieler

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  • Glaube an Engeln hilft im Chaos des Lebens.

  • Lucifer ist ein gefallener Engel.

Keine Weltreligion kommt ohne Engel aus. Wörtlich übersetzt lautet ihr Name "Bote" - und genau das ist ihr Auftrag. Durch sie spricht Gott zu den Menschen, sie führen und ordnen die Schöpfung nach göttlichem Befehl.

Archäologische Funde bestätigen den Engelsglauben bis in die früheste Vorzeit. Die geflügelten Wesen sollen dabei nicht nur Botschaften übermitteln, sondern auch dem Menschen als Schutzengel dienen.

Und spätestens in Krisenzeiten kommen sie zum Einsatz.

Warum ist der Glaube an Engel so lebendig?

Selbst größte Zweifler sprechen von einem Schutzengel, wenn ein Mensch aus einer gefährlichen Situation unbeschadet herauskommt.

Und sie sind damit nicht allein: Laut einer schon etwas betagten Umfrage glauben mehr Menschen an Engel als an Gott - selbst bekennende Atheisten sind darunter.

Woher kommt das? Psychologisch zu erklären ist dies durch den Wunsch nach einer Hand, die hilft, das Chaos des Lebens zu überstehen.

Zudem gibt es auf der Welt so viel Unerklärliches, dass Engel als unsichtbare Schutzmächte die simpelste Lösung bieten.

Wie viele Engel gibt es?

Katholische Kirchenväter versuchen seit jeher, die himmlischen Heerscharen zu zählen. Eine typische Rechnung lautet, dass jeder Mensch bei seiner Geburt zwischen zwei und drei Engel zur Seite gestellt bekommt.

Offen ist, ob damit nur christliche Gläubige gemeint sind. Evangelist Johannes beziffert in seiner Offenbarung die Anzahl der Engel mit "zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend".

In jedem Fall sollen es so viele sein, dass die Ordnung im Himmel und auf der Erde gewahrt bleibt.

Mit Engeln sprechen?

Die Weltreligionen sehen es nicht gern, dass Menschen zu Schutzengeln statt zu ihrem Gott beten. Dennoch wird geduldet, dass Kirchen oder Orte einem Erzengel oder anderen hochrangigen Vertretern der göttlichen Schutzarmee gewidmet sind.

Der Engelsglaube geht davon aus, dass ein Kontakt zu den Schutzengeln jederzeit möglich ist - nicht nur an geweihten Orten.

Wichtig ist, sich dem Zwiegespräch mit offenem Herzen hinzugeben und den Engel aktiv anzusprechen. Denn sonst greift er laut esoterischem Glauben nicht ein.

Auch gefallene Engel spielen eine Rolle

Weil selbst Licht nicht ohne Schatten auskommt, hat der Engelsglaube auch eine dunkle Seite. Lucifer, der Herr der Hölle und Dämonen, war schließlich früher selbst ein Engel.

Laut Bibel war er sogar Gottes liebster Begleiter. Seine Anhänger drehen den Glauben an Engel des Lichts einfach um. Sie sind aber nicht weniger inbrünstig in ihrer Überzeugung, dass Dämonen (und damit frühere Engel) ins Weltgeschehen eingreifen.

Es verwundert also nicht, dass während des Frühmittelalters so manche Sekte zum Dunklen tendierte. Oder von der katholischen Kirche einer solchen Tendenz beschuldigt wurde.

Auch die Neuzeit kennt satanistische Gruppierungen. Sie haben mit ihren weißen Brüdern eines gemeinsam: Die wahre Spiritualität finden die Anhänger nur im privaten Zwiegespräch mit ihrem Schutzengel - ganz gleich, ob hell oder dunkel.

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