POLITIK
04/04/2016 14:40 CEST | Aktualisiert 04/04/2016 15:58 CEST

Panama-Leaks: Mehrere Tausend Deutsche nutzten die Briefkastenfirmen

Reuters/AFP

An den Briefkastenfirmen der Kanzlei Mossack Fonseca haben sich auch mehrere Tausend Deutsche beteiligt. Zudem seien 28 deutsche Banken in die mutmaßlich betrügerischen Geschäfte verwickelt sein, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Betroffen sind demnach sechs der sieben größten deutschen Kreditinstitute - die Deutsche Bank etwa habe bis 2007 rund 400 Firmen angemeldet. Insgesamt sollen Deutsche mit rund 1200 Firmen ihre Finanzströme verschleiert haben. Bei anderen Großkunden der Kanzlei handle es sich um die Dresdner Bank, die Commerzbank und die BayernLB.

Auch der erste Name eines Deutschen auf der Panama-Liste ist mittlerweile bekannt: Der Formel-1-Fahrer Nico Rosberg ließ sich laut einer NDR-Recherche sein Gehalt an eine Offshore-Firma zahlen. Hinweise, dass er sich strafbar gemacht habe, gebe es bislang jedoch keine.

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