POLITIK
04/04/2016 03:29 CEST

Investigativ-Journalist nennt EINE deutsche Bank, die NICHT bei Geldwäsche half

Der Investigativ-Journalist Georg Mascolo
DPA
Der Investigativ-Journalist Georg Mascolo

  • In den „Panama Papers“ finden sich auch deutsche Namen

  • Deutsche Banken sollen in die Geschäfte verwickelt sein

Insgesamt 370 Journalisten aus 78 Ländern haben im Zuge der "Panama Papers"-Recherche rund 11,5 Millionen Dateien ausgewertet, berichten die "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR. Die Dokumente zeigen, wie Politiker und Prominenten in dem südamerikanischen Land Briefkastenfirmen gründen, um Steuerzahlungen zu entgehen.

In der ARD-Sendung "Anne Will" wurden am Sonntagabend bereits einige neue Details zu dem Finanzskandal bekannt. Georg Mascolo, Leiter des Recherchenetzwerks von NDR, SWR und "Süddeutscher Zeitung", sagte, dass es Spuren zu Deutschen in den Panama Papers gebe.

"Es finden sich auch deutsche Namen in den Daten"

Doch viel mehr sagen die Enthüller bislang nicht. Jedenfalls nicht, wenn es um deutsche Namen geht. In den kommenden Tagen wollen die an den "Panama Papers" beteiligten Medien offenbar nach und nach weitere Details über Betroffene und Finanzgeschäfte enthüllen.

"Es finden sich auch deutsche Namen in den Daten", sagte Mascolo – und fügte hinzu: "Aber keine Politiker."

Auch internationale Finanzinstitute zählen angeblich zum Offshore-Kartell, darunter 15 deutsche Banken oder ihre Töchter. "Sie finden in den vergangenen Jahren keinen Skandal, zu dem es keine Verbindung in den Panamapapers gibt", sagt er.

Nur die Sparkasse half nicht bei der Geldwäsche

Auf Nachfrage von Will fällt ihm keine deutsche Bank ein, die in der Vergangenheit beim Verschleiern von Finanzströmen nicht mitgeholfen hat. Nur eine Ausnahme nennt er: die Sparkasse.

Die Unterlagen umfassen demnach E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 215.000 Offshore-Firmen.

Zu den Profiteuren der exklusiven Dienste sollen neben Superstars aus dem Sport zwölf Staatsoberhäupter und 128 weitere Politiker gehören, darunter Islands Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson und enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putins.

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