POLITIK
04/04/2016 15:03 CEST | Aktualisiert 04/04/2016 15:20 CEST

Panama-Leaks: Auch Formel-1-Fahrer Nico Rosberg soll Briefkastenfirma genutzt haben

Nico Rosberg
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Nico Rosberg

  • Formel-1-Fahrer Nico Rosberg soll in den Panama-Tarnfirmen-Skandal verwickelt sein

  • Auch andere Sportler bezogen ihr Gehalt teils über Briefkastenfirmen

Auch Formel-1-Champion Nico Rosberg soll in den Skandal um die in den "Panama Papers" enthüllten Briefkastenfirmen verwickelt sein.

An diese wurden offenbar die Honorare seines Rennstalls Mercedes gezahlt, wie die ARD berichtet. Rosberg war 2014 und 2015 Vizeweltmeister.

Das Rennunternehmen hatte demnach einen Vertrag mit einer Firma namens Ambitious Group mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln abgeschlossen, die wiederum Eigentum zweier anderer Firmen auf der Ärmelkanal-Insel Jersey ist. Als Kontaktmöglichkeit war offenbar eine Nummer der altehrwürdigen britischen Coutts-Bank angegeben. Verwalterin der Ambitous Group war der Recherche zufolge die verdächtige Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama.

Kein Hinweis auf strafbares Verhalten

Rosberg oder seine Vertreter äußerten sich gegenüber der ARD nicht. In deren Bericht heißt es weiter: "Hinweise darauf, dass sich die Daimler AG oder Nico Rosberg durch die Offshore-Konstruktion strafbar gemacht hätten, gibt es in den Unterlagen keine."

Ein weiterer Sportstar, der laut Recherche Gelder zumindest teilweise über Tarnfirmen bezog, ist demnach der frühere Hannover-96-Trainer Tayfun Korkut. Er hatte zuvor bei einer spanischen Mannschaft gespielt und bezog dort offenbar ein Gehalt, auf das der Fiskus nicht zugreifen konnte. Ähnlich gelagert war der Fall wohl bei dem argentinischen Nationalspieler Gabriel Heinze.

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