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04/04/2016 14:40 CEST | Aktualisiert 04/04/2016 15:14 CEST

Nutzer nennt Moderatorin "fett" - ihre Antwort blamiert ihn total

pr

Jennifer Livingston ist Reporterin aus Leidenschaft. Für ihre Beiträge bei einem US-amerikanischen Lokalsender musste die Moderatorin schon öfter Kritik von Zuschauern einstecken, als Journalistin gehört das zu ihrem Job.

Doch erreichte sie eines Tages eine Email, die auch Jennifer aus der Fassung brachte. Die Nachricht kam von einem Mann, der nicht ihre Arbeit kritisierte, sondern ihr Gewicht.

"Körperliche Verfassung hat sich nicht verbessert"

In der Email beschwert sich der Zuschauer über die "körperliche Verfassung" der Moderatorin, die sich "über die Jahre hinweg nicht verbessert" habe. Die Moderatorin möchte doch als "Person der Öffentlichkeit ihre Einstellung zu einem gesunden Lebensstil nochmals überdenken", fordert der Mann sie in der Email auf.

"Sie wissen hoffentlich, dass sie kein geeignetes Beispiel für Jugendliche abgeben, vor allem für Mädchen. Übergewicht ist eine der schlimmsten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann und eine der schlechtesten Angewohnheiten."

Die Worte des Mannes würden nicht sie persönlich treffen, sondern jemand anderen

Die Moderatorin lässt das nicht auf sich sitzen - und reagiert in einer Weise, die nicht nur den Mann alt aussehen lässt, sondern mit ihm alle Menschen, die andere mit derartigen Beleidigungen mobben. In einer Sendung zitiert Jennifer Livingston die Email. Und antwortet dem Mann vor laufender Kamera:

"Die Wahrheit ist: Ich bin dick. Ihr könnt mich fett nennen, ja, sogar krankhaft übergewichtig, wenn es nach den Tabellen von Ärzten geht.

Aber das hier sage ich der Person, die mir diesen Brief geschrieben hat: Glauben Sie, ich weiß das nicht? Glauben Sie, Ihre grausamen Worte machen etwas deutlich, das ich nicht sehe?

Sie kennen mich nicht. Sie sind nicht mein Freund. Sie sind kein Familienmitglied und Sie geben sogar zu, dass Sie meine Sendung nicht anschauen. Sie wissen also nichts über mich. Nur das, was Sie von außen sehe. Aber ich bin viel mehr als eine Zahl auf einer Waage."

Sie dankt Familie, Freunden und Kollegen für den Rückhalt, den sie ihr angeboten haben. Doch habe sie die Beleidigung des Mannes nicht persönlich getroffen, erklärt die Moderatorin. Es geht ihr um ein größeres Problem.

"Die Worte dieses Mannes bedeuten mir nichts. Was mich wirklich wütend macht, ist etwas anderes. Es gibt Kinder und Jugendliche, die nicht wissen, wie man damit umgeht. Sie erhalten solche kritischen und oft verletzenden Emails Tag für Tag, Woche für Woche. Das Internet ist zur Waffe geworden. Unsere Schule sind zum Schlachtfeld geworden. Und Mobbing ist eine Sache, die anerzogen wird - von Leuten wie dem Mann, der mir die Email geschickt hat."

Moderatorin appelliert an Jugendliche, die unter Mobbing leiden

In ihrem bewegenden Statement richtet sich die Mutter von drei jungen Mädchen an alle Jugendlichen, die mit Mobbing in der Schule oder ihrem sozialen Umfeld zu kämpfen haben:

"An alle jungen Menschen da draußen, die sich verloren fühlen - wegen ihres Gewichts, wegen ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung, einer Behinderung, oder einfach nur wegen ihrer Akne, hört mir jetzt zu: Lasst Euren eigenen Wert nicht von solchen Grobianen definieren. Lasst euch von mir inspirieren: Die grausamen Worte eines Einzelnen sind nichts im Vergleich zu den Stimmen von allen."

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