POLITIK
04/04/2016 15:54 CEST | Aktualisiert 04/04/2016 15:55 CEST

So reagieren die Flugbegleiterinnen auf die Kopftuch-Pflicht von Air France

airfrance

  • Air France fliegt nach acht Jahren Pause Teheran wieder an

  • Flugbegleiter sollen deswegen Kopftuch tragen - doch die drohen mit Streik

In Frankreich flammt die Diskussion über das Tragen von Burkas wieder auf.

Grund ist die Fluglinie Air France. Sie fliegt nach acht Jahren die iranische Hauptstadt Teheran wieder an. Drei Mal in der Woche wird eine Air-France-Maschine das Reiseziel anfliegen. Doch der Dresscode für die Route sorgt nun für Ärger zwischen der Airline und der Gewerkschaft der Flugbegleiter.

"Alle anderen befolgen dieselben Vorgaben"

„Die Frauen müssen eine Hose, eine lange Jacke und eine Kopfbedeckung tragen, die die Haare verdeckt“, sagte Françoise Redolfi, Sprecherin der Flugbegleitergewerkschaft Unsa, dem Sender „France Info“. „Außerhalb des Hotelzimmers werden sie gezwungen, lange Gewänder zu tragen, um ihre Silhouette zu kaschieren.“

Der Fall ist auch deswegen so brisant, weil in Frankreich das Tragen von Burkas gesetzlich verboten ist. Die Gewerkschaft droht nun mit Streik - das Flugunternehmen begründet die Burkapflicht hingegen mit der Achtung vor lokalen Gepflogenheiten. Das zähle zu den Grundwerten des Unternehmens - „alle anderen Fluggesellschaften, die Iran anfliegen, befolgen dieselbe Vorgabe", zitiert die "FAZ.net" eine Sprecherin.

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