POLITIK
03/04/2016 06:00 CEST | Aktualisiert 03/04/2016 06:00 CEST

Oettinger: Deutschland muss die meisten Flüchtlinge aufnehmen

European Commissioner for Energy Gunther Oettinger attends a news conference in Minsk August 26, 2014. REUTERS/Vasily Fedosenko  (BELARUS - Tags: POLITICS)
Vasily Fedosenko / Reuters
European Commissioner for Energy Gunther Oettinger attends a news conference in Minsk August 26, 2014. REUTERS/Vasily Fedosenko (BELARUS - Tags: POLITICS)

  • EU-Kommissar Günther Oettinger fordert, dass Deutschland etwa 16.000 Migranten aufnehmen soll

Vor der Umsetzung der Flüchtlingsvereinbarung mit der Türkei hat EU-Kommissar Günther Oettinger die europäischen Regierungen zu einer fairen Verteilung von Migranten aufgerufen.

„Das Übereinkommen mit der Türkei ist von allen 28 EU-Staaten mitgetragen worden. Daher erwarten wir auch, dass alle Mitgliedstaaten die sich daraus ergebenden Aufnahmeverpflichtungen erfüllen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Deutschland soll 16.000 Flüchtlinge aufnehmen

Als größtes Land in der EU müsse Deutschland auch die meisten Flüchtlinge aufnehmen, fügte Oettinger hinzu. Der Anteil werde aber deutlich geringer sein als im vergangenen Jahr. Oettinger sprach von „deutlich unter 30 Prozent“.

Nach der Vereinbarung sollen illegal eingereiste Flüchtlinge von Griechenland in die Türkei zurückgebracht werden. Dies soll am Montag beginnen. Für jeden Syrer, den die EU abschiebt, soll ein anderer Syrer auf legalem Wege in die EU kommen – die Union rechnet mit bis zu 72.000 Menschen. Davon sollen weniger als 16.000 auf Deutschland entfallen.