POLITIK
02/04/2016 09:22 CEST

Was Kai Diekmann zu Westerwelles Tod schreibt, erschüttert viele

Guido Westerwelle Facebook

Die Sonne scheint in Köln, aber es ist ein trauriger Tag. Denn heute wird dort der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle beerdigt. Er hatte am 18. März den Kampf gegen die Leukämie verloren. Kai Diekmann, Herausgeber der "Bild"-Zeitung, ist zu der Trauerfeier in die Domstadt gereist.

Anläßlich dieses Ereignisses postete Diekmann einen Link bei Facebook. Dort wird ein Gedicht des argentinischen Autors Jorge Luis Borges wiedergegeben. Es lautet "Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte."

Ich hätte mir sehr gewünscht, einen anderen Anlaß zu haben, heute früh in Köln zu sein... https://laecheln.wordpress.com/2009/07/25/wenn-ich-mein-leben-noch-einmal-leben-konnte-jorge-luis-borges/

Posted by Kai Diekmann on Saturday, 2 April 2016

Die Zeilen sind sehr bewegend. Westerwelle hatte nach seiner schweren Erkrankung oft selbst davon gesprochen, wie sich angesichts der Lebensbedrohung seine Prioritäten im Leben verschoben haben. Wie er einen geschärften Blick für die Wichtigen, und die unwichtigen Dinge im Leben bekam.

Diese Zeilen sollten wir uns alle zu Herzen nehmen. Jeden Tag.

“Wenn ich mein Leben

noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,

würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.

...

Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben, nur aus Augenblicken.

Vergiß nicht das Jetzt!

...

Wenn ich noch einmal leben könnte,

würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.

Ich würde mehr Karussel fahren, mir mehr Sonnenaufgänge ansehen und mehr mit Kindern spielen,

wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

..."

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