POLITIK
02/04/2016 17:55 CEST | Aktualisiert 05/04/2016 11:01 CEST

"Es ist ein Warten aufs Warten. Und ein Anstehen fürs Anstehen."

Das Flüchtling-Auffanglager im griechischen Örtchen Idomeni. Ein Ort, an dem die Zeit stillsteht - und mit ihr alle, die sich in dem Camp aufhalten. Mehr als 10.000 Menschen verharren hier nahe der Grenze zu Mazedonien, weil sie weiterreisen wollen.

Der Ort ist bedrückend. Aktuelles trostloses Sinnbild für das nicht endende Flüchtlingsdrama Europas. Vorher ein unorganisiertes Zeltlager, jetzt eine kleine Zeltstadt mit Abwasserrinnen und Kochstellen. Doch am Grundproblem ändert das nichts.

Die Menschen werden mürbe

Für die Flüchtlinge ist es eine Endlosschleife aus Warten und Anstehen. Hilfsorganisationen und unzählige Freiwillige kümmern sich pausenlos um die Versorgung der Menschen. Mit oft erstaunlicher Gelassenheit ertragen alle die endlose Warterei auf Essen, Wasser, Kleidung oder medizinischer Versorgung.

Das Abwarten darauf, dass endlich etwas passiert, macht die Menschen mürbe. Zu groß ist doch noch die Hoffnung, dass sich die Grenze in den nächsten Tagen öffnen könnte.

Diese Fotos aus Idomeni von Fotograf Gil Bartz sind alle am 2. April 2016 entstanden

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Der Autor Gil Bartz ist Fotograf und lebt in Berlin.

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