POLITIK
01/04/2016 18:35 CEST

"Spiegel": Lageso-Beamter nahm Schmiergeld von Security-Firma an

Wartende am Lageso-Zentrum.
ASSOCIATED PRESS
Wartende am Lageso-Zentrum.

  • Ein Beamter der Berliner Lageso-Behörde hat offenbar Schmiergeld angenommen

  • Der Beweis dafür sind laut "Spiegel" Fingerabdrücke auf Geldscheinen in der Wohnung des Verdächtigen

Hat ein Referatsleiter der Berliner Asylbehörde Lageso Schmiergeld angenommen? Der Verdacht war vor Kurzem bei der zuständigen Staatsanwaltschaft aufgekommen - und die hat nun handfeste Beweise gefunden: In der Wohnung des Beamten entdeckten Polizisten rund 51.000 Euro in bar, wie der "Spiegel" berichtet.

Bei der Summe handelt es sich vermutlich um Bestechungsgeld. Ein Sicherheitsunternehmen soll sich damit den Auftrag für die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften gesichert haben.

Auf den Geldscheinen befinden sich den Ermittlern zufolge Fingerabdrücke eines leitenden Mitarbeiters des Security-Unternehmens. Der mutmaßliche Kopf der Firma sowie der Beamte sitzen seit Ende Februar in Untersuchungshaft. Hat das kriminelle Geschäft stattgefunden, dann dürfte es sich bislang gelohnt haben: Mit den Wachschutzaufträgen fuhr das Unternehmen laut "Spiegel" Millionenumsätze ein.

Auch auf HuffPost:

Erfundener LaGeSo-Toter: Berlins Innensenator fordert drastische Konsequenzen