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31/03/2016 02:28 CEST | Aktualisiert 31/03/2016 02:28 CEST

Es gibt zwei Arten von Mitarbeitern - zu welcher gehörst du?

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Es gibt Menschen, in denen etwas schlummert. Bei manchen ist es angeboren, bei manchen entsteht es erst mit der Zeit. Diese Menschen können Grenzen sprengen. Sie können Dinge erschaffen, die vorher niemand für möglich gehalten hätte.

Was diese Menschen verbindet, ist Talent. Man kann es auch Kreativität nennen. Schöpferkraft. Neugier. Abenteuerlust. Es gibt viele Worte, um den inneren Hunger zu beschreiben, der diese Menschen antreibt.

Man könnte meinen, dass sie gegenüber anderen im Vorteil sind. Doch tatsächlich haben es solche Talente im Job oft schwer. In vielen Unternehmen haben sie von Anfang an wenig Chancen. Weil sie nicht in Schablonen passen. Und weil oft die Falschen gefördert werden.

"Innovation unterscheidet einen Anführer von jemandem, der folgt", sagte einst Steve Jobs. Das beschreibt ziemlich genau die zwei Arten von Mitarbeitern, die in einem Unternehmen zu finden sind.

Es gibt jene, die Neues entstehen lassen und Visionen haben. Und es gibt jene, die das tun, was ihnen jemand sagt. Es bleibt ihnen nichts anders übrig, weil sie keine eigenen Ideen haben. Rate, wer in der Mehrzahl ist.

Es ist Typ zwei. Das liegt auch daran, dass das Geschäftsmodell vieler Firmen genau auf diese Menschen ausgelegt ist. Auf folgsame, brave Arbeiter, die nicht zu viele Fragen stellen.

Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Bill Gates, Richard Branson - sie alle stießen im Lauf ihrer Karriere auf Schwierigkeiten oder scheiterten sogar. Aber gerade das macht sie so besonders. Hier sind Zeichen, dass du zu dieser Sorte Mitarbeiter gehörst.

Du hast starke Werte

Innovative Menschen sind Idealisten. Sie glauben an Werte wie Gerechtigkeit, Fairness oder Ehrlichkeit. Sie bemühen sich täglich, diese Tugenden zu leben. Und erwarten es umgekehrt von anderen.

Doch in vielen Unternehmen werden diese Ideale verletzt. Nur 17 Prozent der Mitarbeiter finden laut einer Studie, dass ihre Chefs die Werte vorleben, mit denen sie sich nach außen hin schmücken.

Wenn es um wirtschaftlichen Erfolg geht, scheinen Ideale hinderlich zu sein. Doch das stimmt nicht. Die gleiche Studie zeigt, dass Unternehmen mit starken Werten erfolgreicher sind.

Übrigens legen Führungskräfte in Deutschland erschreckend wenig Wert auf Mut. In einer Umfrage unter Managern liegt dieser Wert auf dem letzten Platz. Dabei müssen alle Menschen, die etwas verändern wollen, mutig sein.

Du bist kein Ja-Sager.

Es ist verständlich, dass Führungskräfte Unterstützer um sich sammeln. Dann fühlen sie sich stark und sicher. Doch das führt dazu, dass ein bestimmter Typ Karriere macht.

"In deutschen Konzernen werden oft nicht die ehrlichsten Mitarbeiter befördert, sondern die Kopfnicker und Ja-Sager", sagte Karrierecoach Martin Wehrle "Zeit Online".

Innovative Mitarbeiter stellen Entscheidungen und Prozesse in Frage. Sie zweifeln an traditionellen Strukturen. Sie äußern Kritik offen. Sie können gar nicht anders und sie sollten auch nicht.

Wehrle sagt: "Wenn Sie Ja entgegen Ihrer Überzeugung sagen, Ja zu einer Beförderung, Ja zu einem Auslandsaufenthalt, Ja zu einer fragwürdigen Personalentscheidung, dann fühlt sich Ihr Leben wie ein falscher Film an. Dann führen andere die Regie und Sie sind wie eine Marionette ausgeliefert."

Querdenker sind laut einer Studie in der Berufswelt trotzdem unerwünscht. Dabei können gerade sie Unternehmen mit ihren Ideen voranbringen.

"Abenteurer sind süchtig nach Veränderung", schreibt der Unternehmensberater und BWL-Professor Andreas Schutkin. "Sie ziehen einen Großteil ihres Antriebs und ihrer Energie aus der Vorstellung, den Status quo verändern zu können."

Eigentlich müsste ein Chef die Leute fördern, die ihn ergänzen, herausfordern und weiterbringen. Und nicht jene, die nur ein Spiegel seiner selbst sind.

Du bist anstrengend

Der US-Unternehmer Elon Musk hat die Technik-Branche revolutioniert. Dass es so kam, verdankt er seiner Besessenheit. Er untersuchte zum Beispiel jedes Auto seiner Tesla-S-Produktion persönlich. "Die falsche Sorte Schraube in einer Sonnenblende fühlte sich an wie ein Dolch in meinen Augen", erzählte er der "Welt".

Auch Steve Jobs war besessen von seinen Ideen und wollte sie um jeden Preis verwirklichen. 1985 kostete ihn das schließlich seinen Job bei Apple. Er glaubte so sehr an seinen Mac, dass er sich nicht von der gescheiterten Markteinführung abschrecken ließ und sich mit dem Aufsichtsrat des Unternehmens anlegte.

Innovative Menschen gelten oft als schwierig. Gefallen wollen sie auch gar nicht. Manchmal müssen sie lange für ihren Traum kämpfen. Manchmal erreichen sie ihre Ziele nur im Alleingang, wenn sie ihr eigenes Unternehmen gründen.

Eines ist für sie jedenfalls keine Option: Aufgeben.