POLITIK
31/03/2016 18:58 CEST | Aktualisiert 31/03/2016 19:20 CEST

UN-Soldaten sollen Mädchen zum Sex mit Hund gezwungen haben

Siegfried Modola / Reuters
UN-Soldaten sollen Mädchen zum Sex mit Hund gezwungen haben

  • UN-Soldaten sollen in Zentralafrika fast 100 Mädchen missbraucht haben

  • Einer der Vorwürfe: Französische Soldaten sollen die Kinder zum Sex mit einem Hund gezwungen haben

Drei Mädchen haben in Gesprächen mit Mitarbeitern der gemeinnützigen US-Organisation AIDS-Free World schwere Vorwürfe gegen UN-Soldaten sowie unabhängige Friedenstruppen in der Zentralafrikanischen Republik erhoben: Sie hatten berichtet, im Jahr 2014 von französischen Truppen gefesselt, ausgezogen und dann zum Sex mit einem Hund gezwungen worden zu sein. Das vierte Opfer sei später an einer unbekannten Krankheit gestorben.

In Gesprächen kam auch der mutmaßliche sexuelle Missbrauch gegen 98 Mädchen ans Licht. Erst vergangenen Montag soll eine 16-Jährige ihrer Mutter zufolge von einem kongolesischen UN-Soldaten vergewaltigt worden sein. Blauhelmsoldaten und andere Mitarbeitern von UN-Missionen sollen 2015 Opfer in insgesamt 69 Fällen sexuell missbraucht haben. Die meisten Fälle gab es demnach zuletzt in der Zentralafrikanischen Republik.

Entsetzen bei den UN-Funktionären

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die Vorwürfe am Donnerstag als schockierend.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, nannte die neuen Vorwürfe am Donnerstag "widerlich" und "abscheulich". Die Vorfälle sollen laut einer Mitteilung lückenlos aufgeklärt werden. Anfang März hätte der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, um schärfer gegen den sexuellen Missbrauch durch Blauhelmsoldaten vorzugehen.

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