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31/03/2016 06:14 CEST | Aktualisiert 12/04/2016 16:11 CEST

Mond: Teurer Begleiter der Erde

Der Mond wirkt faszinierend - und hat auch eine große Wirkung auf die Erde
johnnorth via Getty Images
Der Mond wirkt faszinierend - und hat auch eine große Wirkung auf die Erde

  • Mond hat großen Einfluss auf die Erde

  • Aber der Mondkalender konnte sich weitläufig nicht durchsetzen

  • Der Mond ist der einzige Himmelskörper, auf dem bereits Menschen waren

Er nimmt zu, er nimmt ab. Der Mond ist der treue Begleiter der Erde. In regelmäßigen Bahnen umkreist er uns. Und das schon seit etwa 4,5 Milliarden Jahren. Die Beziehung zu unserem kosmischen Partner gestaltet unser Leben.

Auch wenn der Mond nur etwa ein viertel so groß ist wie die Erde, hat er einen großen Einfluss auf unseren Planeten. Da zwischen allen Massen im Universum Anziehungskräfte wirken, stehen auch Mond und Erde in einem Gravitationsverhältnis zueinander.

Wie wirkt sich der Mond auf die Erde aus?

Das bedeutet zum einen, der Mond kann nicht einfach von uns wegfliegen, da wir an ihm ziehen und der schwerere Masseklumpen sind.

Aber auch der Mond zieht uns an. Und diese Kraft hat Auswirkungen auf das Bewegliche auf unserer Erde: die Ozeane. So kommt es, dass je nachdem, wo der Mond gerade an uns "zieht", Ebbe oder Flut herrscht.

Da sowohl das Kreisen der Erde um die Sonne als auch das Kreisen des Mondes um die Erde regelmäßig ablaufen, war der Mond auch immer ein Orientierungspunkt für die Menschen.

Wieso hat sich der Mondkalender nicht durchgesetzt?

Denn während der heute weltweit verbreitete Gregorianische Kalender sich an der Sonne orientiert, gab es andere Kalender, die sich am Mond ausrichteten. So zum Beispiel der islamische Kalender oder auch der jüdische.

Jeder Monat beginnt, wenn die zarte Sichel des Neumondes zum ersten Mal sichtbar ist. Doch da ein solcher Kalender für die Landwirtschaft unbrauchbar ist, hat sich auch hier der Gebrauch von Solarkalendern erhalten.

Und doch: Gerade in einer Vollmond-Nacht scheint der Mond so hell, dass wir meinen könnten, er strahle wie die Sonne. Doch er ist nur eine passive Lichtquelle.

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Was ist ein Mondzyklus?

Von der Erde aus sehen wir immer nur die von der Sonne beschienene Mondseite. Als Neumond ist die der Erde zugewandte Seite unbeschienen. Dann erkennen wir eine schmale Sichel, das erste Viertel der angestrahlten Seite zeigt sich.

Der sichtbare Teil wächst zum zunehmenden Halbmond an. Dann kommt das zweite Viertel hinzu und schließlich ist Vollmond. Dann beginnt die abnehmende Phase mit dem dritten Viertel, dem abnehmenden Vollmond und dem letzten Viertel. Danach ist wieder nichts zu sehen.

Ein kompletter Mondzyklus entspricht einer Erdumrundung des Mondes und dauert damit etwa 27 Tage. In sogenannten Mondkalendern werden den jeweiligen Mondphasen unterschiedliche Wirkungen zugewiesen. So werden beispielsweise Tage fürs Haareschneiden empfohlen.

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Was ist ein Mond eigentlich?

Während die Menschen über Jahrtausende nur den Erdmond kannten, ist "Mond" mittlerweile eine allgemeine Bezeichnung für einen bestimmten Typ Himmelskörper. Man bezeichnet sie auch als Trabanten oder Satelliten.

Gemeint sind damit astronomische Objekte, die um andere kreisen. Die Planeten des Sonnensystems haben mittlerweile 173 bekannte Monde.

Am meisten Monde hat der Gasriese Jupiter. Er verfügt über ganze 67 kosmische Begleiter. Unter ihnen befindet sich auch der größte und massereichste Mond des Sonnensystems: Ganymed. Er ist der einzige Mond mit einem ausgeprägten eigenen Magnetfeld.

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Was befindet sich auf dem Erdmond?

Der Erdmond ist der einzige andere Himmelskörper auf dem schon einmal Menschen waren. Am 21. Juli 1969 landete die Apollo 11 auf dem Mond.

Einen Tag später betraten zum ersten Mal Neil Armstrong und Buzz Aldrin die karge Oberfläche des Mondes. So kam es zu den ersten live-Eindrücken. Schon mit bloßem Auge erkennt man am Mond dunkle und hellere Flecken.

Die dunklen Flecken hielt man früher für Meere. Sie heißen immer noch Mare und sind allerdings trockene Tiefebenen. Abgesehen von ihnen finden sich auf dem Mond viele Krater und Gebirgszüge. Für das menschliche Auge ein trostloses, gespenstisch anmutendes Gebiet. Deswegen bürgerte sich auch der Begriff "Mondlandschaft" im Sprachgebrauch generell für ein vegetationsloses Gebiet ein.

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