POLITIK
31/03/2016 13:23 CEST | Aktualisiert 01/04/2016 07:04 CEST

AfD-Mann Höcke: Unsere Partei wird bald so stark sein wie die CDU

dpa

  • AfD-Mann Höcke schließt Kandidatur bei der Bundestagswahl nicht aus

  • Er will die AfD auf 30 Prozent bundesweit bringen

  • Höcke gilt als Anführer des rechten Flügels der Partei

Björn Höcke hegt Ambitionen in der Bundespolitik: Thüringens AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke schließt eine Kandidatur bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr nicht aus.

"Wenn die Lage es erfordert, würde ich auch diesen Schritt gehen", sagte Höcke gegenüber der Deutschen Presse Agentur. Und weiter: "Sag niemals nie."

Im Augenblick gebe es aber noch viel Arbeit in Thüringen. In der vergangenen Woche hatte Brandenburgs AfD-Landes- und Fraktionschef Alexander Gauland erklärt, dass er in den Bundestag wechseln wolle.

Rechtsaußen im rechten Parteispektrum

Höcke, der selbst innerhalb der Partei als Rechtsaußen gilt, fiel in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische und menschenfeindliche Äußerungen auf, die ihm sogar eine Rüge der Parteispitze einbrachte.

Außerdem wurde ihm bereits vorgeworfen, unter einem Pseudonym Artikel in rechtsextremen Zeitschriften zu veröffentlichen. Während ihn der ehemalige AfD-Chef Bernd Lucke deshalb zum Parteiaustritt aufforderte, stellte die neue Parteispitze um Frauke Petry das Verfahren ein.

Ehrgeizige Ziele - auf Landes- und Bundesebene

Dementsprechend rosig sieht Höcke seine nähere Zukunft. Zur Wahl zum neuen Landesvorstand, die dieses Jahr ansteht, positionierte er sich eindeutig: "Ich gehe davon aus, dass ich wieder antreten werde."

Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht. Bei einem Bundesparteitag am übernächsten Wochenende will die rechtspopulistische AfD über ihr Parteiprogramm diskutieren.

Für die Bundestagswahl 2017 setzte Höcke ehrgeizige Ziele für seine Partei. Der rechte Politiker glaubt, es könne gut sein, "dass die CDU in naher Zeit unter die 30-Prozent-Marke" falle und die Werte der AfD "Richtung dieser 30 Prozent" steigen würden.

Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL verlor die AfD allerdings an Zustimmung. Danach würden 10 Prozent der Wahlberechtigten der Partei ihre Stimme geben, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. In der Vorwoche waren es 13 Prozent.

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