POLITIK
29/03/2016 17:11 CEST | Aktualisiert 29/03/2016 17:19 CEST

"Wie die Raubtiere": So gehen Dschihadisten nach den Anschlägen in Brüssel auf Nachwuchs-Fang

"Wie die Raubtiere": So gehen Terroristen nach den Anschlägen in Brüssel auf Nachwuchs-Fang
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"Wie die Raubtiere": So gehen Terroristen nach den Anschlägen in Brüssel auf Nachwuchs-Fang

  • Nach den Terroranschlägen versucht Brüssel zum Alltag zurückzukehren

  • Doch am Osterwochenende machten in der Stadt beunruhigende SMS-Nachrichten die Runde

  • Die Botschaften stammen von Dschihadisten und machen fassungslos

Düstere SMS machen in Brüssel die Runde. Die schweren Terroranschläge sind kaum eine Woche her, schon sorgt ein Viertel wieder für Schlagzeilen: Die Islamistenhochburg Molenbeek.

Einem belgischen Kommunalpolitiker zufolge verschickten Dschihadisten am Osterwochende Propagandanachrichten an junge Menschen - mit eindeutigen Botschaften: "Mein Bruder, warum folgst Du uns nicht in den Kampf gegen die Westler?", hieß es demnach in einer SMS. "Triff die richtige Wahl in Deinem Leben!"

"Raubtiere" gefährden die Jugendlichen

Der Kommunalpolitiker Jamal Ikazban forderte die Polizei auf, gegen solche Rekrutierungsversuche vorzugehen. "Unsere Jugendlichen sind angesichts solcher Raubtiere in Gefahr", schrieb er am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Ein Monat reicht aus, um Jugendliche zu mobilisieren

Ob der Absender der Nachrichten zurückverfolgt werden kann, blieb zunächst unklar. Handys mit sogenannten Prepaid-Karten lassen sich zum Teil auch mit falschen Daten freischalten.

Der französische Radiosender Europa 1 berichtete über einen 15-Jährigen, der in einer Brüsseler Moschee wochenlang von einem Anwerber der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) umworben wurde.

Nach einem Monat sei er soweit gewesen, nach Syrien zu gehen, sagte der junge Mann in einem Interview. Nach Angaben des Senders ist es nur der Wachsamkeit der Mutter zu verdanken, dass der Jugendliche doch nicht zum Dschihadisten wurde.

Brüssel versucht, zum Alltag zurückzukehren

Am Brüsseler Flughafen liefen am Dienstag weitere Vorbereitungen für eine eingeschränkte Wiederaufnahme des Passagierflug-Betriebs. Nach Angaben der Betreiber wurden in einem nicht zerstörten Teil des Airports provisorische Check-in-Schalter aufgebaut, die eventuell schon von diesem Mittwoch an wieder Starts und Landungen ermöglichen sollen.

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