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28/03/2016 11:29 CEST | Aktualisiert 28/03/2016 16:17 CEST

Erst Ammoniak-Alarm, dann Großbrand: Chaos bei Geflügelproduzent Wiesenhof

  • In einem Betrieb des Geflügelproduzenten Wiesenhof ist ein Feuer ausgebrochen

  • Bereits kurz zuvor hatte es einen Zwischenfall gegeben

  • Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle

Dicke schwarze Rauchwolken steigen über der Geflügelfabrik auf. Flammenwände schlagen aus zwei zerstörten Hallen. Hunderte aus allen Richtungen herbeigeeilte Feuerwehrleute kämpfen gegen den Großbrand und beißenden Qualm. Die Einsatzkräfte versuchen, die Hallen auf dem Fabrikgelände des Geflügelproduzenten und Branchenriesen Wiesenhof im niedersächsischen Lohne zu löschen.

"Die Feuerwehrleute kämpfen mit allem, was sie haben", schildert ein Augenzeuge am Abend das Geschehen auf dem Fabrikgelände in der rund 26 000 Einwohner zählenden Stadt im Oldenburger Münsterland.

Feuerwehr hat Brand im Griff

Mittlerweile ist der Großbrand bei Wiesenhof unter Kontrolle. Das teilte ein Sprecher des Landkreises Vechta "Spiegel Online" mit. Zwei Menschen seien leicht verletzt worden.

Außerdem soll es dumpfe Schläge oder kleinere Explosionen gegeben haben, sagte ein Polizeisprecher. Anwohner waren aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Das Video über diesem Artikel zeigt erste Bilder des Brandes, der mehrere Kilometer weit zu sehen ist.

Am Samstag musste eine Halle geräumt werden

Für den Branchenriesen bei der Geflügelproduktion, der mit Bildern von süßen Küken, einem grillenden Komiker Atze Schröder oder als Hauptsponsor von Werder Bremen wirbt, gab es schon zu Beginn des Osterwochenendes im Lohner Werk Probleme. Am Samstag gab es einen Ammoniakalarm in einer Produktionshalle. Ob das in einer der Hallen war, die am Montag lichterloh brannten, blieb zunächst unklar. Die Halle musste geräumt werden.

Die Ursache des Ammoniakaustritts war zunächst unklar geblieben. Möglicherweise habe sich das Ventil einer Leitung gelöst, hieß es bei der Polizei. In der betroffenen Halle wird das Geflügel für den Weiterverkauf zerlegt.

Diese Twitter-Nutzerin fotografierte den Brand - nicht ohne Häme gegenüber dem Unternehmen, das sich immer wieder scharfer Kritik von Tierschützern ausgesetzt sieht.

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