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28/03/2016 13:50 CEST | Aktualisiert 29/03/2016 15:36 CEST

Professorin: Das ist das simple Geheimnis, wie du den besten Sex deines Lebens hast

Auf den ersten Blick scheinen sie nicht viel mit einander zu tun zu haben. Kaum einer weiß, dass sie eine langjährige, komplexe und größtenteils geheime Affäre führen. Gemeint sind: klassische Musik und Erotik.

Mehrere Wissenschaftler bestätigen diese Beziehung nicht nur, sondern weisen auch darauf hin, dass klassische Musik unser Sexleben revolutionieren könnte.

Bereits Darwin wusste von der erotischen Wirkung der Musik

"Musikalische Noten und Rhythmus eigneten sich die männlichen oder weiblichen Vorgänger der Menschheit zuerst an, um das andere Geschlecht zu bezaubern", schrieb bereits Charles Darwin 1871 in "Die Abstammung des Menschen".

Wenn Musik demnach als eine Art Balzsprache für Menschen gesehen wird, dann könnte man klassische Töne wohl mit einem leicht gehauchten"Zu mir oder zu dir?" übersetzen.

Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls, wenn man Judith Ann Peraino, Musik-Professorin an der Cornell-Universität in New York, Glauben schenkt. In einem Interview mit dem amerikanischen "Mic-Magazin" erklärte Peraino die Parallele zwischen klassischer Musik und der Erotik:

"Ekstatische psycho-sexuelle Erfahrungen"

Diese Form der Musik beschreibe spätestens seit den Sirenen aus Homer’s Odyssee vor allem "ekstatische psycho-sexuelle Erfahrungen", so Peraino.

"Italienische Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist voller vorsätzlicher erotischer Klänge, in denen verschiedene Stimmen verschmelzen und Spannungen sowie befreiende Momente hervorrufen."

Doch nicht nur das: Die erotischen Spannungen klassischer Musik inspirierten auch spätere Liebeslieder, meint Justin Patch, Assistenz-Professor am Vassar-College in New York, im Interview mit "Mic".

"Viele der Liebesklänge, die wir von der Film-Musik aus den 30ern und 40ern kennen - diese satten, orchestralen Töne - wurden von klassischen Stücken, wie Wagner’s 'Der Ring des Nibelungen', inspiriert."

Klassische Musik wirkt anziehend

Doch kommt die erotische Nachricht klassischer Klänge tatsächlich an? Eine Studie des Biologen Benjamin Charlton aus dem Jahr 2014 könnte das bestätigen.

Die Studie, die in "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen der Attraktivität von Musik und dem weiblichen Zyklus.

Dafür ließ Charlton die weiblichen Teilnehmerinnen verschiedene Arten von Musik anhören. Die Frauen wurden anschließend unter anderem gefragt, mit welchem der Komponisten der verschiedenen Stücke sie sich eine kurzfristige, sexuelle Beziehung vorstellen könnten.

Das erstaunliche Ergebnis: Diejenigen Frauen, die zur Zeit ihres Eisprungs befragt wurden, wählten hier Komponisten komplexerer Stücke – und damit vor allem klassische Musik - aus. "Wir schließen daraus, dass klassische Musik besonders aphrodisierend wirkt", sagte Charlton dazu im Interview mit der britischen Zeitung "The Independent".

Alles ist sicherlich noch nicht bekannt über die Beziehung zwischen klassischer Musik und Erotik. Nur eines ist sicher: Da läuft was.

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