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28/03/2016 11:19 CEST

Null und nichtig: Diese Frau hat einen Nachnamen, der Computer verrücktspielen lässt

Young woman wearing smartwatch using laptop computer. Female working on laptop in an outdoor cafe.
Jacob Ammentorp Lund via Getty Images
Young woman wearing smartwatch using laptop computer. Female working on laptop in an outdoor cafe.

  • Bei der Hochzeit nahm eine Frau den Nachnamen Null an

  • Seitdem hat sie große Probleme - weil Computer ihren Namen nicht akzeptieren

Diese Frau ist eine echte Null. Nicht als Person, aber ihrem Nachnamen nach. Vor der Hochzeit hatte ihr Verlobter sie noch gewarnt: Nimm besser nicht meinen Namen an, denn er wird dir Schwierigkeiten bereiten. Doch Jennifer aus dem US-Staat Virginia bügelte die Bedenken ab - und hieß nach der Eheschließung Jennifer Null.

Eine Entscheidung mit Folgen. Denn was ihr Mann vorhergesagt hatte, trat ein. Menschen mit Namen wie Jihad oder Mohammed mögen von anderen Menschen diskriminiert werden - wer Null heißt, wird zum Opfer von Computertechnik.

Keine Buchungen, keine Steuererklärung

Kurz nach der Hochzeit wollten die Nulls einen Flug im Internet buchen. Doch das funktionierte nicht. Das Buchungssystem der Airline teilte ihr mit, sie habe das Feld für ihren Nachnamen leer gelassen. Als sie sich telefonisch beschwerte, sagten die Mitarbeiter ihr, das könne nicht sein, sie müsse einen Fehler gemacht haben, wie die BBC berichtet.

Doch tatsächlich liegt das Problem in der Funktionsweise von Datenbanken: Ist ein Wert dort nicht ausgefüllt, bleibt er nicht etwa leer, sondern wird durch das Wort "null" ersetzt, das so viel wie "ungültig" heißt. Wer nun absichtlich dieses Wort eingibt, für den müssen Ausnahmen eingegeben werden - Jennifers Leben wurde komplizierter, wie von ihrem Mann prophezeit.

Bei der Flugbuchung hörte es allerdings nicht auf. Ihre elektronische Steuererklärung konnte sie nicht mehr reibungslos abgeben, die US-Steuerbehörde IRS musste ihren Namen zunächst händisch eintragen, damit das System sie akzeptierte.

Ein Gutes hat der neue Name

Vor der Geburt ihres ersten Kinds arbeitete sie als Aushilfslehrerin, die auf Zuruf Schichten übernahm. Den Dienstplan hätte sie am liebsten über die Website der Firma abgerufen - das ging jedoch nicht mehr. Alles musste per Telefon geregelt werden.

Jennifer Null hat sich an ein Leben gewöhnen müssen, das in Teilen dem aus den Neunzigerjahren entspricht: Buchungen per Telefon, Anträge auf Papierformularen. Ein anstrengendes Unterfangen. Doch Null sieht die positive Seite, für Computer eine "Null" zu sein: "Meistens ist es eine witzige Anekdote, die man erzählen kann. Wir machen viele Witze darüber."

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