POLITIK
27/03/2016 05:09 CEST | Aktualisiert 27/03/2016 05:10 CEST

Syrische Truppen erobern Palmyra vom IS zurück

Syrische Kämpfer feiern die Rückeroberung von Palmyra
dpa
Syrische Kämpfer feiern die Rückeroberung von Palmyra

  • Syrische Truppen haben die Oasenstadt Palmyra zurückerobert

  • Der "Islamische Staat" befindet sich militärisch auf dem Rückzug

Es ist ein wichtiger Erfolg gegen die Terrormiliz des "Islamischen Staates". Syrische Truppen haben die antike Oasenstadt Palmyra vollständig zurückerobert.

Die Armee habe die für ihre antiken Ausgrabungsstätten berühmte Stadt nach heftigen Kämpfen in der Nacht gänzlich unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Militärvertreter in Palmyra am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Russland hatte die syrische Armee bei der Rückeroberung der historischen Stadt mit Luftangriffen unterstützt. Bei etwa 40 Einsätzen hätten Kampfjets rund 160 Stützpunkte zerstört, teilte am Samstag das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Mehr als 100 Terroristen seien dabei getötet sowie Munitionsdepots und Panzer zerstört worden.

"Wir eliminieren systematisch ihr Kabinett"

Am Freitag konnte die syrischer Armee bereits die historische Zitadelle am Rande der Stadt einnehmen. Am Donnerstag hatten irakische und kurdische Einheiten die erste Phase einer Offensive begonnen, mit der sie die IS-Hochburg Mossul im Nordirak befreien wollen.

Palmyra gehört wegen der einzigartigen Bauwerke aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee eingenommen.

Seitdem sprengten die Dschihadisten den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel sowie andere einzigartige archäolgische Stätten. Syriens Armee hatte ihre Offensive vor etwa zwei Wochen gestartet.

Auch die USA haben der Terrormiliz einen schweren Schlag versetzt und die Nummer zwei der Extremisten getötet. Bei der Operation seien mehrere Anführer des IS ums Leben gekommen, sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Freitag in Washington.

Er gehe davon aus, dass darunter auch der IS-Vize und -Finanzminister Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli gewesen sei. "Wir eliminieren systematisch ihr Kabinett", sagte Carter.

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