POLITIK
28/03/2016 00:05 CEST | Aktualisiert 28/03/2016 03:41 CEST

Mit Steinen und Böllern: Kurden attackieren Anti-Terror-Demo in Bayern

Blaulicht der Polizei (Symbolfoto)
DPA
Blaulicht der Polizei (Symbolfoto)

  • Kurden haben in Aschaffenburg eine Anti-Terror-Demonstration angegriffen

  • 32 Menschen wurden vorläufig festgenommen

Mit Steinen und Feuerwerkskörpern haben Kurden am Sonntag im bayerischen Aschaffenburg eine von Türken organisierte Anti-Terror-Demonstration angegriffen.

Anschließend verbarrikadierten sich die Täter in einem Haus und attackierten vom Dach aus die Polizei, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte.

32 Menschen wurden vorläufig festgenommen

Erst nachdem die Beamten Verstärkung angefordert hatten, gelang es ihnen am Abend, alle 32 Personen in dem Haus vorläufig festzunehmen.

Bis in die frühen Morgenstunden war die Polizei mit "starken Kräften" in der Stadt, wie ein Sprecher sagte. Grund dafür seien Aufrufe von kurdischer Seite in sozialen Netzwerken gewesen, nach Aschaffenburg zu reisen. Weitere Zusammenstöße gab es in der Nacht zum Montag zunächst nicht.

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Am Sonntagnachmittag hatten sich nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen einem Demonstrationszug unter dem Motto "Gemeinsam gegen den Terror" angeschlossen, der von einem Türken angemeldet worden war.

Der Zug sei dann plötzlich von rund 30 Kurden attackiert worden. Als die Polizei dazwischenging, sei ein Beamter von einem Böller am Kopf getroffen und leicht verletzt worden.

Angreifer schleuderten Steine und Böller auf die Polizei

Die Angreifer flüchteten danach in ein Haus und verweigerten jede Kontaktaufnahme. Vom Dach des Hauses aus seien Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten geschleudert worden, hieß es.

Die Polizei forderte Verstärkung an, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Als die Beamten schließlich in das Haus eindrangen, ließen sich laut Polizeibericht alle Personen widerstandslos festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz ein.

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