POLITIK
27/03/2016 11:56 CEST | Aktualisiert 28/03/2016 04:01 CEST

Muslim wünscht Christen frohe Ostern - was dann passiert, ist unfassbar traurig

Screenshot/Facebook

Nachbarn beschrieben den Ladenbesitzer Asad Shah als zuvorkommend und engagiert. Jedes Jahr, so berichtet es die britische Zeitung "The Guardian", druckte Shah für seine Kunden Weihnachtskarten und versah sie mit persönlichen Grüßen.

Vergangene Woche postete der Mann aus dem schottischen Glasgow auf seinem Facebook-Profil eine Nachricht, die ihm zum Verhängnis werden sollte. Er schrieb: "Einen schönen Freitag und ein frohes Osterfest, vor allem meinen geliebten christlichen Mitbürgern... lasst uns dem echten Weg des geliebten, heiligen Jesus Christus folgen, um den wahren Erfolg in beiden Welten zu haben."

Upcoming special event ;- GOOD FRIDAY AND VERY HAPPY EASTER ESPECIALLY TO MY BELOVED CHRISTIAN NATION X !...

Posted by Asad Shah on Thursday, March 24, 2016

Nur Stunden nachdem Shah den Post abgesetzt hatte, war er tot. Erstochen mit 30 Messerstichen. Auf der Straße blutend liegen gelassen.

Ein Zeuge beschrieb einen Mann, der in den Laden kam und und arabisch redete. Auch die Polizei nimmt einen "religiösen Hintergrund" an. Einen Verdächtigen hat sie mittlerweile verhaftet. Es ist wahrscheinlich, dass Shah von einem radikalen Islamisten ermordet wurde.

Nach dem brutalen Mord erfuhr die Familie von allen Seiten Unterstützung. Spenden in Höhe von 18.000 Pfund sammelten Unterstützer der Familie ein.

Zu einer Mahnwache aus Anlass seines Todes von Shah versammelten sich mehrere hundert Menschen in Glasgow. Sie wollten damit ein Zeichen gegen den Hass und für Toleranz setzen - so wie es Shah immer getan hatte.

Aber das scheint die Radikalen nicht zu beeindrucken, wie die britische Zeitung "The Telegraph" berichtet: Inzwischen fürchtet die Familie von Shah um ihr Leben, weil die Radikalen auch sie ins Visier genommen haben.

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