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26/03/2016 13:17 CET | Aktualisiert 26/03/2016 14:48 CET

Chef der Polizeigewerkschaft: "Sicherheit in deutschen Atomkraftwerken sehr hoch"

Chef der Polizeigewerkschaft: "Sicherheit in deutschen Atomkraftwerken sehr hoch"
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Chef der Polizeigewerkschaft: "Sicherheit in deutschen Atomkraftwerken sehr hoch"

  • Trotz der Vorfälle in Belgien sieht der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft keine erhöhte Anschlagsgefahr auf Atomkraftwerke in Deutschland

  • Er fordert Terrorwarnstufen für die Bundesrepublik

Vor dem Atomkraftwerk im belgischen Charleroi ist ein Wachmann erschossen worden, sein Sicherheitsausweis wurde gestohlen.

Der Vorfall nährt Angst - auch in Deutschland. Drohen jetzt Terroranschläge an oder in Atomkraftwerken?

Polizeigewerkschafter: Gefahr gering

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht die Gefahr als gering an, wie er der Huffington Post mitteilte.

"Die Sicherheit in deutschen Atomkraftwerken ist sehr hoch", sagte Wendt. Die privaten Betreiber leisteten hier "sehr gute Arbeit". Zudem stünden sie unter einer "strengen staatlichen Kontrolle".

BUND warnte vor Angriffen aus der Luft

Die Umweltschutzorganisation BUND hatte dagegen vor wenigen Tagen vor Angriffen auf deutsche Kernkraftwerke aus der Luft gewarnt. Die Kraftwerke seien nicht ausreichend geschützt.

Wendt fordert Einführung von Terrorwarnstufen

Aufgrund der Brüsseler Anschläge fordert Wendt auch in Deutschland die Einführung von Terrorwarnstufen: "So wissen die Bürger, wie hoch die Gefahr eines Anschlags tatsächlich ist."

In Deutschland gibt es anders als etwa in Belgien keine formalen Warnstufen. Das Bundesinnenministerium begründet das damit, dass sich die Gefährdungslage schon innerhalb einer Stadt unterscheiden könne. Warnstufen gäben das "unzutreffende Gefühl, die Gefahr sei überall gleich groß. Warnstufen können also auch dazu beitragen, das Gefühl einer Unsicherheit unnötig zu verstärken."

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