POLITIK
26/03/2016 15:59 CET | Aktualisiert 26/03/2016 16:03 CET

Gerücht verbreitet sich in Idomeni: Deutschland werde Tausende aufnehmen

Gerücht verbreitet sich in Idomeni: Deutschland werde Tausende aufnehmen
dpa
Gerücht verbreitet sich in Idomeni: Deutschland werde Tausende aufnehmen

  • Im Flüchtlingslager Idomeni verbreitet sich das Gerücht, Deutschland werde Tausende aufnehmen

  • Unklar ist, ob eine Ankündigung des Thüringer Ministerpräsidenten oder Aktivisten die Aufregung auslösten

Unbekannte haben am Samstag Gerüchte unter Flüchtlingen in Idomeni verbreitet, Deutschland werde Tausende Schutzsuchende aus diesem Elendslager an der griechisch-mazedonischen Grenze aufnehmen. Deshalb solle der mazedonische Grenzzaun am Sonntag geöffnet werden, hieß es. Daraufhin sah sich Sokratis Famelos, ein Abgeordneter der regierenden Linkspartei Syriza, zu einer Klarstellung genötigt: "Es wird keine Öffnung des Zauns geben. Einzige Lösung ist, in die gut organisierten Lager im Landesinneren zu gehen", sagte Famelos im griechischen Fernsehen.

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte zuvor erklärt, sein Land könnte bei einer "koordinierten Aktion mehrerer Bundesländer" 1000 bis 2000 Flüchtlinge aufnehmen. Es gehe dabei um Flüchtlinge, "die im griechischen Idomeni gestrandet sind und verzweifelt auf Hilfe hoffen", sagte der Linke-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Voraussetzung sei, dass die Bundesregierung in Visafragen und bei der Logistik helfe.

Ob die Unruhe in Idomeni am Samstag auf diese Äußerungen zurückging, ist unklar. Griechische Medien vermuten, dass hinter diesen Gerüchten sogenannte Aktivisten stehen, die Migranten immer wieder zur Aktionen wie Straßenblockaden oder Ähnlichem raten, um die internationale Aufmerksamkeit zu wecken.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit dem Spendenportal Betterplace.org stellt die Huffington Post spannende Projekte vor, die ihr direkt unterstützen könnt:


Auch auf HuffPost:

Video: Lindner, Beck, Hendricks: Wer hätte gedacht, dass Politiker so ausrasten können?