POLITIK
26/03/2016 15:40 CET | Aktualisiert 26/03/2016 16:02 CET

Polizei sichert Spiel Deutschland-England mit 1500 Beamten

Spiel in der Festung: Polizei sichert Partie Deutschland-England mit 1500 Beamten
dpa
Spiel in der Festung: Polizei sichert Partie Deutschland-England mit 1500 Beamten

  • Die Polizei sichert das Fußballspiel Deutschland-England in Berlin mit 1500 Beamten

  • Hinweise auf einen Anschlag gebe es aber nicht

Etwa 1500 Polizisten sollen am Samstag rund um das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England in Berlin für Sicherheit sorgen. Rund 400 der Beamten kommen aus anderen Bundesländern, wie Polizeisprecher Stefan Redlich am Samstag mitteilte. Auch aus London seien einige Kollegen wegen ihrer Kenntnisse der englischen Fanszene dabei.

Zur Gefährdungslage nach den Terroranschlägen in Brüssel gebe es keine neuen Erkenntnisse, hieß es übereinstimmend bei Bundespolizei und Berliner Polizei. "Es gibt keine konkreten Hinweise auf eine Gewalttat in der Stadt", sagte Redlich.

Oliver Malchow, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte der "Welt": "Die Zielrichtung von Terroristen ist es ja nicht, sich gegen den Fußball auszusprechen, sondern Unruhe und Angst in die Bevölkerung zu tragen." Und weiter: "Sollte jemand Terroranschläge in Deutschland planen, muss er nicht auf ein Länderspiel warten."

Besucher sollen früh kommen

Der Klassiker im Olympiastadion soll um 20.45 Uhr angepfiffen werden. Die Polizei bat Besucher, rechtzeitig zu kommen.

Alle erwachsenen Fans sowie Ehrengäste und Medienvertreter müssen den Ordnern neben der Eintrittskarte auch einen Ausweis vorzeigen. Außerdem gibt es Leibesvisitationen, die Wachleute kontrollierten alle Taschen und Rucksäcke. Motorradhelme sind verboten. Für die Einlasskontrollen wurden Zelte vor den Stadioneingängen aufgestellt. Mit Durchsagen werden die Zuschauer um Geduld gebeten. An den Eingängen für Journalisten wurden Körperscanner eingesetzt.

Der Innenbereich des Stadions sollte vor Einlassbeginn um 18.45 Uhr mit Sprengstoffspürhunden abgesucht werden. Die Polizei hatte die Mitarbeiter des Veranstalters überprüft, wie Polizeisprecher Stefan Redlich berichtete. Der Innenbereich des Stadions wurde vor dem Einlass mit Sprengstoff-Spürhunden abgesucht. Gefunden wurde nichts.

Die Nationalmannschaft it gegen 19.30 Uhr laut Polizei sicher im Stadion angekommen:

Die ersten englischen Anhänger waren bereits am Freitag angereist. In großen Gruppen versammelten sie sich Redlich zufolge auch am Samstag zunächst nicht, stattdessen schauten sich viele die Stadt an. In der Nacht habe die Polizei zweimal bei Streitigkeiten zwischen Fußballfans einschreiten müssen. Größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben. Es seien mehr Streifen als üblich unterwegs.

Diesmal soll es anders laufen als in Paris

Das bislang letzte Spiel der deutschen Nationalmannschaft war bei den Anschlägen von Paris am 13. November vergangenen Jahres Ziel von Terroristen, die aber nicht ins Stade de France in Saint-Denis gelangten. Das vier Tage später angesetzte Spiel des DFB-Teams in Hannover gegen die Niederlande wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Bei Terroranschlägen auf dem Flughafen und in einer Metro-Station von Brüssel kamen am Dienstag 31 Menschen ums Leben, rund 340 wurden verletzt.

Auch auf HuffPost:

"Der IS ist dabei, den Krieg zu gewinnen": Das sagen die Medien nach den Attentaten