POLITIK
25/03/2016 01:32 CET | Aktualisiert 25/03/2016 06:22 CET

Herrmann: "Wir sehen uns Frontalangriff des IS ausgesetzt"

  • Bayerns Innenminister warnt vor weiteren Anschlägen des IS

  • Auch in Deutschland gebe es keine hundertprozentige Sicherheit vor Angriffen

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vor weiteren Anschlägen des Terrornetzwerks "Islamischer Staat"(ISIS) gewarnt.

Alleine die Terroranschläge in diesem Jahr in Afrika, in der Türkei, in Indonesien und jetzt in Brüssel hätten gezeigt, dass man sich überall auf der Welt auf neue Anschläge einstellen müsse, so Herrmann – auch in Deutschland.

"Wir sehen uns einem Frontalangriff des islamistischen Terrors von ISIS ausgesetzt", sagte der 59-Jährige.

"Es gibt keinen hundertprozentige Schutz"

Gleichzeitig gäbe es vor radikalisierten Selbstmordattentätern keinen einhundertprozentigen Schutz, erklärte Herrmann. Polizei und Verfassungsschutz würden aber "alle Anstrengungen" unternehmen, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.

Wie nach dem Anschlag von Paris seien die Sicherheitsbehörden in diesen Tagen nach dem Bombenterror von Brüssel "besonders sensibilisiert", versicherte der bayerische Innenminister.

Neuste Berichte aus den USA geben seiner düsteren Vorhersage recht: US-Sicherheitsbehörden haben laut einem Bericht des Senders CNN Erkenntnisse über weitere Anschlagspläne des Islamischen Staates (IS) in Europa.

Eine Auswertung von elektronischer Kommunikation und Aussagen von Informanten deute auf mehrere mögliche Ziele hin, die Mitglieder der Terrormiliz in den vergangenen Monaten ausgewählt hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise in den USA. Die Rede war von Plänen in unterschiedlichen Stadien.

Informationen, die nach den Brüsseler Anschlägen in einer Wohnung gefunden worden seien, deuteten daraufhin, dass mehrere weitere Ziele ausgewählt worden seien, berichtete der Sender.

Mit Material der DPA

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