POLITIK
25/03/2016 05:19 CET

Bäcker hetzt auf Facebook gegen Flüchtlinge - jetzt steht sein Geschäft vor dem Aus

Mark Edward Atkinson/Tracey Lee via Getty Images
Hispanic baker working in commercial kitchen

Oft bleiben rassistische Kommentare im Netz ohne Folge, ihre Urheber bekommen keine Strafe. Einem Bäcker aus Nordrhein-Westfalen aber sind seine rechten Äußerungen zum Verhängnis geworden.

Wie "Spiegel Online" berichtet, hatte Werner M., Tierarzt und Leiter einer Familienbäckerei, auf Facebook rassistische Nachrichten verbreitet. Eine Schülerin aus Dormagen wurde laut der Zeitung auf die Hetze aufmerksam.

In dem Post soll der Mann unter anderem geschrieben haben: "Wenn die Afrikaner uns überrennen, ist das anscheinend gut. Gut für die Ausrottung der eigenen Rasse. Der Suizid ist von mir nicht gewollt."

Bäcker hat Angst um seine Mitarbeiter

Werner M. beliefert die Schule des Mädchens mit seinen Backwaren. Dieses habe den Kommentar der Schülervertretung gemeldet. Viele Eltern reagierten empört auf die rassistische Hetze - die Schule kündigte die Zusammenarbeit mit M. auf.

Und dabei blieb es laut "Spiegel Online" nicht. Wegen der Vorwürfe habe der Bäcker noch einen weiteren wichtigen Kunden verloren. Er mache sich nun vor allem Sorgen um seine Mitarbeiter, sagte M. gegenüber der Zeitung: "Sie können nichts für meine Facebook-Einträge."

Der Facebook-Account wurde dem Bericht zufolge inzwischen gelöscht. Mit den Rassismusvorwürfen hat M. aber nach wie vor zu kämpfen. Dabei streitet er ab, fremdenfeindlich zu sein. "Ich habe einige Sachen geschrieben, die vielleicht etwas zu emotional waren. Aber ich bin kein Rassist und war auch nie rechtsorientiert", zitiert ihn "Spiegel Online".

Der Bürgermeister von Dormagen, Erik Lierenfeld, kritisierte indes den Facebook-Post des Bäckers. Auf Facebook nahm der SPD-Politiker am Sonntag Stellung zu dem Sachverhalt.

Bitte bis zum Ende lesen, bevor man kommentiert!Liebe Facebook-Freunde. Ich war am Wochenende viel unterwegs. Daher...

Posted by Erik Lierenfeld on Sonntag, 20. März 2016


Mit seinen Äußerungen habe Werner M. "Grenzen überschritten" und hätte "Menschen verletzt", heißt es in der Stellungnahme.

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Ein Mann filmt die Frau am Strand. Als sie sich umdreht, verschlägt es uns die Sprache