POLITIK
23/03/2016 11:29 CET | Aktualisiert 23/03/2016 13:40 CET

"Der Hund hat meine Hausaufgaben geschrieben": Shitstorm gegen Vera Lengsfeld

Lengsfeld

Der Anti-Merkel-Post, der gestern auf der Facebook-Seite der CDU-Politikerin Vera Lengsfeld erschienen war, hat in den sozialen Medien zu heftigen Debatten geführt. Auf ihrer Seite hieß es in einem Post: "Gelobt sei Angela Merkel, die Warmherzige, die Vorausschauende. Sie hat alles dafür getan, dass der Terror in Europa Fuß fassen kann und seine Söhne hier die eigene Zukunft von einen gestörten Welt verwirklichen können."

Und weiter: "Lasst uns Angela Merkel feiern, sie hat es geschafft!" Lengsfeld hatte viele Jahre für die CDU im Bundestag gesessen. Mittlerweile wurde der Post gelöscht. Hier der Screenshot:

merkel

Bei Twitter und Facebook streiten die Nutzer bis jetzt heftig über den Post, dessen Urheberschaft Lengsfeld bestreitet.

"Bei Ihrem Facebook Eintrag kommen mir die Tränen der Scham. Wofür steht das C in Ihrer Partei?“, schreibt heute etwa eine Twitter-Nutzerin.

Und ein anderer Twitter-Nutzer findet: "Aha! #Lengsfeld #mausgerutscht?! Die müssen echt mal lernen, dass man nach dem dritten Eierlikör nicht mehr postet."

Auch andere User spotten:

Einzelne stimmen dem Post inhaltlich aber auch zu. "Der Islam gehört nicht zu Deutschland Frau Lengsfeld hat total recht", schreibt ein Twitter-Nutzer.

Bereits gestern hat sich der Sohn von Vera Lengsfeld, der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Lengsfeld, klar von dem umstrittenen Facebook-Beitrag distanziert:

Auch hatte er geschrieben:

Vera Lengsfeld bestritt gestern im Gespräch mit der Huffington Post zwar, den Facebook-Post selbst verbreitet zu haben. Ihre Begründung, wie es zu dem angeblichen Versehen kam, ist aber ominös.

Der strittige Post stamme von "einem ihrer 5000 Facebook-Freunde“. Sie habe, nachdem sie von dem Post gelesen habe, versucht herauszufinden, welcher ihrer Facebook-Freunde diesen Beitrag auf ihrer Facebook-Seite platziert habe. „Doch fünf Minuten nachdem ich diesen Aufruf platziert habe, wurde meine Facebook-Seite komplett abgeschaltet“, sagte Lengsfeld.

Dem „Tagesspiegel“ sagte die einstige Parlamentariarin, sie habe lediglich einen Artikel der österreichischen "Kronen-Zeitung" zum Terror in Brüssel teilen wollen, "aus Versehen" aber auch die Kommentierung einer anderen Facebook-Nutzerin mit verbreitet.

Der "Tagesspiegel“ weist zutreffend darauf hin: „Wenn diese Darstellung so stimmen sollte, müsste sie deren Text mit Copy and Paste übernommen haben. Sonst nämlich wäre der Urheber angezeigt worden.“

Zahlreiche Medien berichteten trotz Lengsfelds Dementi, dass der Beitrag von Lengsfeld stamme.

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