POLITIK
23/03/2016 02:39 CET | Aktualisiert 23/03/2016 02:42 CET

Otto Schily: "Aus Einwanderung darf keine Terror-Brutstätte werden"

Otto Schily: "Wir müssen darauf achten, dass aus Einwanderung keine Brutstätte Terror wird"
getty
Otto Schily: "Wir müssen darauf achten, dass aus Einwanderung keine Brutstätte Terror wird"

  • Ex-Innenminister appelliert an muslimische Verbände im Kampf gegen Terror

  • Er warnt vor der Bildung von Terrormilieus infolge der Einwanderung

Nach den Anschlägen von Brüssel wird viel diskutiert: darüber, ob die Polizei versagt hat. Darüber, ob welche Rolle der Islam im Terror spielt.

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung vom Mittwoch angemahnt, die Sicherheitsvorkehrungen ständig zu prüfen und zu verbessern.

"Es wäre verfehlt, den Islam für die Verbrechen haftbar zu machen

Schily forderte die islamischen Verbände auf, besser mit den Behörden zu kooperieren: "Es wäre verfehlt, ganz allgemein den Islam als große Religionsgemeinschaft für die Verbrechen der Islamisten haftbar zu machen, zumal Opfer dieser Verbrechen häufig Muslime sind."

Aber die islamischen Gruppen hätten eine besondere Verantwortung bei der Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden, weil sich nicht selten Terroristen-Karrieren im Umfeld von Moschee-Gemeinden entwickeln.“

Außerdem schreibt Schily: „Wir müssen mit der größtmöglichen Sorgfalt darauf achten, dass aus der Einwanderung keine Milieus entstehen, die sich zu Brutstätten des Terrorismus entwickeln. (...) Die Politik muss dafür sorgen, dass unsere Behörden wissen, wer in unser Land einreist, und dass nicht die Schleuser-Mafia sondern die staatlichen Institutionen entscheiden, wer in unser Land einreisen darf.“

Auch auf HuffPost:

Mehr als 30 Tote und 130 Verletzte nach Anschlägen in Brüssel