POLITIK
22/03/2016 17:15 CET | Aktualisiert 22/03/2016 17:15 CET

In Bayern: Polizei nimmt drei Terrorverdächtige aus Brüssel fest

ASSOCIATED PRESS
Polizeibeamte stoppen einen Bus am Donnerstag, 6. Februar 2008, bei Dresden. Beamte der Landespolizei, der Bundespolizei und des Zoll ueberpruefen am Donnerstag Fahrzeuge auf der Bundesautobahn A 17. Seit der Erweiterung des Schengen-Raumes am 21. Dezember 2007 und dem damit verbundenen Wegfall der Grenzkontrollen arbeiten die Beamten vor allem mobil in einem Umkreis von 30 Kilometer bis zur Staatsgrenze. (AP Photo/Matthias Rietschel) Police officers stop a bus on the motorway A 17 near Dresd

Die Polizei hat auf der Autobahn München-Salzburg drei Kosovaren festgenommen, die Verbindungen zu einem Terrornetzwerk haben könnten.

Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts bestätigte entsprechende Informationen des ARD-Magazins "Report München" und des BR-Hörfunks.

Demnach kamen die Verdächtigen aus Brüssel und waren mit einem in Belgien zugelassenen Wagen unterwegs. Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Brüssel gebe es bisher nicht, betonte der Sprecher. Ermittelt werde aber wegen "Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat".

Der Festnahme war laut Bayerischem Rundfunk ein Tipp vorausgegangen, den ein Unbekannter am Montagabend der bayerischen Polizei auf einem Kontaktformular im Internetauftritt gegeben hatte. Dabei war von einem geplanten Terrorangriff die Rede; es wurden die Personalien von zwei Kosovo-Albanern genannt, die mit einem silberfarbenen Mercedes unterwegs seien.

Schleierfahnder der Rosenheimer Polizei entdeckten den Wagen, stoppten das Fahrzeug mit zwei Brüdern und einem Begleiter im Alter zwischen 36 und 46 Jahren.

Die Männer gaben an, Arbeiter einer belgischen Baufirma zu sein. Die in ihrem Wagen gefundenen Baupläne sollen von einer von ihnen betreuten Baustelle stammen. Einer der beiden Brüder wurde mit Haftbefehl gesucht, weil er vor seiner angeordneten Abschiebung in das Kosovo untergetaucht war.