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22/03/2016 06:40 CET | Aktualisiert 22/03/2016 06:51 CET

Nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen lässt sich von der optischen Illusion dieser Maske nicht täuschen

Die allermeisten Menschen sehen auf diesem Bild eine nach außen gewölbte Maske. Der Schein aber trügt. In Wirklichkeit ist die Maske nicht konkav, sondern konvex, also nach innen gewölbt.

maske

Das Erstaunliche ist: Es gibt eine kleine Gruppe von Menschen, deren Gehirn der optischen Täuschung der Maske nicht erliegt - Wer unter Schizophrenie leidet, der sieht das hohläugige Gesicht so wie es ist - nämlich wie die Innenseite einer Maske, nicht wie die Außenseite.

Der Grund, warum die meisten Menschen auf die optische Täuschung hereinfallen, ist laut Forschern der Universität Hannover folgender: Ein gesundes Gehirn versucht allen visuellen Reizen, die bei ihm eintreffen, einen Sinn zu geben und in etwas zu verwandeln, das bereits bekannt ist.

Gehirn geht automatisch von Wölbung nach außen aus

Dabei verbindet es das, was es sieht, mit dem, was es erwartet zu sehen, basierend auf früheren Erfahrungen. Mediziner sprechen dabei vom Bottom-up- und Top-down-Prozess.

“Unser Gehirn sammelt im Top-down-Prozess Erinnerungen wie in einer Vorratskammer”, sagte Danai Dima von der Uni Hannover dem Magazin “Wired”. “Bei allen Modellen, die unser Gehirn gesammelt hat, sind Gesichter nach außen gewölbt. Wann immer wir ein Gesicht sehen, geht unser Gehirn deswegen automatisch davon aus, das es aus dem Bild herauskommt.”

Diese Erwartung des Gehirns ist so stark, dass Schattenbildung und andere Informationen ignoriert werden, die auf das Gegenteil hindeuten. Sogar, wenn wir wissen, dass das Bild eigentlich ein anderes ist, können wir die konkave Wölbung deswegen nicht sehen. Unser Gehirn dreht es automatisch um.

Die Gehirne von Schizophrenie-Patienten hingegen sind unbeeindruckt von Eindrücken, die nicht plausibel sind. Sie nehmen sie als das, was sie sind.

Alkohol und Marihuana haben ähnlichen Effekt

Die Forscher aus Hannover untersuchten laut “Wired” für ihre Studie, wie die unterschiedlichen Gehirnregionen von Probanden reagierten, als ihnen das Bild der Maske gezeigt wurde.

Wenn gesunde Teilnehmer das Gesicht ansahen, war eine Verbindung zwischen dem Bereich, der für den To-down-Prozess verantwortlich ist und dem visuellen Part des Gehirns zu beobachten. Bei Probanden, die unter Schizophrenie leiden gab es keine solche Verbindung zwischen den beiden Gehirnregionen.

Laut der Bundestherapeutenkammer leiden derzeit in Deutschland geschätzt 800.000 Menschen an Schizophrenie.

Laut “Wired” sind Schizophrene nicht die einzigen, die das konkave Gesicht sehen. Auch Menschen, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Marihuana stehen, können demnach der Illusion entkommen.

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