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22/03/2016 15:06 CET | Aktualisiert 22/03/2016 15:56 CET

"Voller Trauer und Zorn": Todenhöfer nennt drei Wege, den IS auszulöschen

Jürgen Todenhöfer
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Jürgen Todenhöfer

  • Ex-Politiker und Autor Jürgen Todenhöfer hat die brüsseler Anschläge kommentiert

  • Er glaubt, dass der Islamische Staat westliche Bürger mit den Taten aufeinander hetzen wolle

  • Er schlägt drei Maßnahmen vor, um die Terrormiliz zu bekämpfen

Mindestens 34 Tote, weit über 200 Verletzte: Die Bombenanschläge von Brüssel haben Belgien und Europa erschüttert. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu den Taten bekannt. Heißt das, dass die westliche Welt den Kampf gegen IS verloren hat? Was folgt aus dem erneuten Angriff?

Der deutsche Ex-Politiker und Autor Jürgen Todenhöfer hat sich auf Facebook zu den Anschlägen geäußert. Er glaubt, eine klare Strategie hinter den IS-Akten erkannt zu haben: "Der IS will uns mit der Ermordung unschuldiger Zivilisten in Europa gegeneinander aufhetzen", heißt es in dem Post. Die Terrorbewegung wolle den Westen in einen Kampf mit den Akteuren "Nichtmuslime gegen Muslime" verwickeln.

Autor: Geheimdienstoperationen statt Bombardements

Todenhöfer nennt drei Strategien, mit denen der IS geschwächt und bekämpft werden soll - und zwar an den Orten seines Ursprungs. Nummer eins: De Publizist schlägt "kühne Geheimdienst-Operationen und militärische Spezial-Kommandos" statt weitflächiger Bombardements vor. Der Grund: Die Einsätze seien nicht effizient und träfen häufig Zivilisten. "Wer den IS besiegen will, muss bereit sein, Risiken auf sich zu nehmen", schreibt der Autor.

Zweitens müsse der Westen im Irak die Sunniten stärken. Anhänger dieser Glaubensrichtung seien dort systematisch unterdrückt worden und hätten daher die Milizionäre unterstützt. "Für den IS im Irak wäre das der Todesstoß", glaubt Todenhöfer. Als dritte Maßnahme schlägt er eine Friedenskonferenz im Mittleren Osten vor. Diese dürfe nicht nur für Syrien gelten.

Liebe Freunde, wie Ihr bin ich in Gedanken bei den Opfern von Brüssel. Unendlich traurig. Der IS will uns mit der...

Posted by Jürgen Todenhöfer on Tuesday, March 22, 2016


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