NACHRICHTEN
22/03/2016 04:21 CET | Aktualisiert 22/03/2016 22:57 CET

IS droht Westen mit "schwarzen Tagen" (NEWSBLOG)

Am Flughafen und in der Metro in Brüssel hat es am Dienstagmorgen mehrere Explosionen gegeben. Viele Menschen starben, viele wurden verletzt. Die wichtigsten Informationen, ständig aktuell:

1:31 Uhr: Der Anti-Terror-Einsatz in Schaerbeek scheint beendet. Die belgische Polizei hat eine für Durchsuchungen eingerichtete Sicherheitszone aufgehoben. Die Anwohner konnten am frühen Mittwochmorgen in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete. Sie waren zuvor unter anderem in einer Turnhalle untergebracht gewesen.

0:16 Uhr:Anti-Terror-Ermittler haben bis in die Nacht hinein Gebäude in der Gemeinde Schaerbeek durchsucht. Auf Bildern vom Einsatzort waren maskierte und schwer bewaffnete Fahnder zu sehen. Das betroffene Gebiet war weiträumig abgesperrt.

Von der Razzia betroffene Anwohner, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnten, wurden in eine mit Betten ausgestattete Sporthalle gebracht, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Ein Ende des Polizeieinsatzes sei nicht absehbar, hieß es.

Bereits am frühen Abend hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass bei der Durchsuchung einer Wohnung in Schaerbeek eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden wurden.

23:10 Uhr: Unter den Verletzen der Terroranschläge von Brüssel sind mehrere US-Amerikaner. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag in Washington, dass ein US-Soldat sowie mehrere Mitglieder seiner Familie bei dem Anschlag am Flughafen von Brüssel verletzt worden sind.

20:34 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu den Anschlägen. "Soldaten des Kalifats" hätten den "Kreuzfahrerstaat Belgien" mit Sprengstoffgürteln und anderen Sprengsätzen angegriffen. Zugleich drohte der IS: "Wir versprechen den Kreuzfahrerstaaten, die sich gegen den Islamischen Staat verbündet haben, schwarze Tage, als Antwort auf ihre Aggression (...)".

19:22: Nach den Terroranschlägen haben Ermittler haben weitere Bomben am Flughafen gefunden. Bei Hausdurchsuchungen stellten Polizisten zudem eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat sowie chemische Substanzen sicher, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Am Flughafen ist laut dem Fernsehsender RTBF ein Entschärfungskommando vor Ort.

17:32: In Brüssel ist offenbar eine weitere Bombe gefunden worden. Sicherheitskräfte entschärften nach Angaben des Provinzgouverneurs der Region Brabant-Flandern einen Sprengsatz. Der Ort, an dem sich die Bombe befand, ist unklar.

16:28: Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu den Terroranschlägen in Brüssel bekannt. Das berichtet eine IS-nahe Nachrichtenagentur.

16:18: Medien haben Fotos von Verdächtigen der Brüsseler Anschläge veröffentlicht. Dies geht aus belgischen Berichten hervor.

16:09: Nach dem blutigen Anschlag am Brüsseler Flughafen hat die Polizei am Dienstagnachmittag die Suche nach Waffen und möglichen Verdächtigen am Airport eingestellt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Laut Medien kamen am Brüsseler Flughafen 14 Menschen ums Leben.

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Vor der Brüsseler Börse trauert ein Passant. Credit: AP

15:29: US-Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge verurteilt. "Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien", sagte er in der kubanischen Hauptstadt Havanna. "Es ist eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen muss." Nach Angaben des Weißen Hauses hatte Obama zuvor mit dem belgischen Premierminister Charles Michel telefoniert.

15:26: Dem Bericht eines örtlichen Fernsehsenders zufolge wird das Hauptgebäude der Europäischen Kommission von der Polizei evakuiert. Bis vier Uhr solle das Gebäude geräumt sein, heißt es in der Meldung. Im Anschluss sollten Polizisten die Räume durchsuchen. Ein britischer Europaabgeordneter teilte auf Twitter mit, dass es ihm derzeit nicht möglich sei, das nahe gelegene Europäische Parlament zu verlassen.

15:18: Papst Franziskus hat sich ebenfalls zu den Brüsseler Gewalttaten geäußert. Darin verurteilte er "blinde Gewalt, die so viel Leiden verursacht". Er schickte ein Telegramm an Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Jozef De Kesel. Darin drückte er sein Mitgefühl gegenüber den Opfern und ihren Familien aus.

15:08: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nennt die Terroranschläge menschenverachtende Gewalttaten. "Die Attentäter haben mit den heutigen Anschlägen in Brüssel bewusst auf das Herz Europas gezielt und ihren blinden Hass auf unsere europäischen Werte gezeigt: auf unsere Demokratie und unsere Freiheitsrechte", sagte der CSU-Vorsitzende laut Staatskanzlei in München. Bayern hat seine Vertretung in der belgischen Hauptstadt vorerst bis nach Ostern geschlossen.

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Sanitäter transportieren einen Verletzten ab. Credit: AP

15:03: Nach den Anschlägen steigt die Nervosität in Europa: Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve teilte mit, dass bei bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich "sehr hohe Sicherheitsmaßnahmen" gelten müssten, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Bei dem vom 10. Juni bis 10. Juli dauernden Ereignis solle "kollektive Sicherheit" garantiert werden.

14:53: Das belgische Atomkraftwerk Tihange ist nach Angaben des Betreibers Electrabel nicht evakuiert worden. Vielmehr sei verzichtbares Personal aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt worden, meldete das Unternehmen am Dienstag auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

14.25 Uhr: Experten haben verdächtige Gegenstände gesprengt. Wie belgische Medien und Behörden berichten, wurde ein Gegenstand am Flughafen - möglicherweise den gefundenen Sprengstoffgürtel - zur Detonation gebracht, außerdem ein Gegenstand an der evakuierten Freien Universität sowie ein Auto am Boulevard General Jacques.

14.24 Uhr: Das nationale Krisenzentrum hat auch eine Telefonnummer für Anrufer aus dem Ausland eingerichtet:

14.20 Uhr: Die belgischen Behörden haben einen Leitfaden für alle Menschen in Brüssel veröffentlicht. Unter anderem heißt es darin, die Eltern sollten ihre Kinder in den Schulen lassen, dort seien sie sicher. Tatsächlich ist Chaos zu erwarten, falls Eltern ihre Kinder mit dem Auto abholen wollen - denn der öffentliche Nahverkehr steht komplett.

14.15 Uhr: Am Flughafen wurde belgischen Medienberichten nach eine Sprengstoffweste gefunden:

14.12 Uhr: Das belgische Atomkraftwerk Tihange 70 Kilometer von Aachen entfernt wird nach den Anschlägen in Brüssel evakuiert. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag unter Berufung auf den lokalen Polizeichef.

14.05 Uhr: Das Auswärtige Amt hat die Anschläge mit eindringlichen Worten verurteilt:

13.46 Uhr: Die belgische Regierung schließt nicht aus, dass noch ein oder mehrere Attentäter in der Stadt unterwegs sind. Das sagte Außenminister Didier Reynders in einem Interview. Ob es einen Zusammenhang mit der Festnahme eines der mutmaßlich führenden Köpfe der Paris-Attentate, Saleh Abdeslam gibt, ist unklar. Die beiden Partner Abdeslams, Najim Laachraoui (24) und Mohamed Abrini (31), werden seit Längerem gesucht.

13.42 Uhr: Die niederländische Polizei hat am Dienstag für einige Zeit den Bahnhof von Hoofddorp bei Amsterdam evakuiert und abgesperrt. Ein internationaler Zug aus Brüssel sei nach einer Meldung durchsucht worden. Es sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Der Bahnhof wurde wieder freigegeben.

13.37 Uhr: Der Sender VRT meldet, die Zahl der Toten sei auf 34 gestiegen. 20 hätten in der Metro ihr Leben lassen müssen, 14 am Flughafen.

13.32 Uhr: Der Sender RTBF veröffentlicht Details zum Anschlag in der Metro: Demnach habe es sich um einen alten, dreigliedrigen Zug gehandelt. Die Explosion habe sich direkt nach dem Anfahren des Zuges Richtung Station Arts-Loi ereignet. Die Bombe sei im zweiten Waggon detoniert, noch bevor der Zug die Haltestelle verlassen hatte. Der U-Bahn-Fahrer stoppte sofort und evakuierte die Fahrgäste.

Razzien in Brüssel

13.25 Uhr: In Brüssel hat es mehrere Razzien gegeben. Ermittler seien auf der Suche nach Verdächtigen, die mit den Attentaten zu tun haben könnten, berichtete der öffentliche Sender RTBF mit Hinweis auf Justizquellen.

13.24 Uhr: Der US-Sender CNN meldet, auch die belgische Königsfamilie sei evakuiert worden.

American Airlines: Explosion nicht am eigenen Schalter

13.22 Uhr: Der US-Sender WBTV verbreitet ein Statement von American Airlines. Darin dementiert die Fluggesellschaft, dass die Explosion in der Nähe ihres Schalters am Flughafen stattgefunden habe.

13.17 Uhr: Nach Informationen des belgischen Senders RTBF wurde im Flughafen Zaventem eine Kalaschnikow gefunden. Die Agentur Belga hatte zuvor einen nicht näher bezeichneten Waffenfund gemeldet.

13.15 Uhr: In Brüssel werden noch mehr Gebäude evakuiert. Zunächst war nur von dem riesigen Komplex der Rentenversicherung die Rede gewesen, jetzt auch die Freie Universität.

13.13 Uhr: Die Lufthansa hat alle Flüge von und in die belgische Hauptstadt gestrichen. Am Dienstag seien davon 25 Flüge mit etwa 2000 Passagieren betroffen, teilte Europas größter Luftverkehrskonzern auf seiner Homepage mit. Zwei Maschinen, die in München und Frankfurt gestartet und auf dem Weg nach Brüssel waren, seien nach Köln und Lüttich umgeleitet worden. Flugtickets von und nach Brüssel im Zeitraum bis zum 28. März könnten kostenfrei umgebucht oder storniert werden. Die Regelung gelte für alle Airlines der Lufthansa Group (Austrian Airlines, Lufthansa, Brussels Airlines, Swiss, Eurowings).

12.51 Uhr: Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, hat via Twitter angekündigt, dass der Eiffelturm am Dienstag in den Farben Belgiens beleuchtet werde.

12.38 Uhr: Frankreichs Präsident Francois Hollande hat sich zu den Terroranschlägen geäußert - und dabei ähnlich wie der deutsche Innenminister argumentiert. Hollande sagte: "Der Terror hat Brüssel getroffen. Aber Europa stand im Visier."

12.32 Uhr: Das Rote Kreuz in Belgien bittet um Blutspenden. Gesucht werden die Blutgruppen A negativ und Null negativ.

Außerdem bietet das Rote Kreuz eine Internetseite, auf der sich Menschen registrieren können, die entweder Angehörige suchen oder ihren Angehörigen mitteilen möchten, dass es ihnen gut geht.

12.25 Uhr: Die belgische Nachrichtenagentur Belga meldet, am Flughafen seien Waffen gefunden worden.

Mindestens 26 Tote und 136 Verletzte in Brüssel

12.24 Uhr: Bei dem Anschlag am Brüsseler Flughafen sind elf Menschen getötet und 81 verletzt worden. Das sagte Gesundheitsministerin Maggie De Block, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Bisher war laut Medienberichten von 13 Toten am Flughafen die Rede gewesen.

12.16 Uhr: Der Sprecher der Brüsseler Transportbetriebe, Guy Sablon, sagte, die Zahl der Toten in der Metro sei auf 15 gestiegen, 55 Menschen seien verletzt worden.

Deutscher Innenminister: Der Anschlag galt auch uns

12.12 Uhr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) spricht in einer Pressekonferenz über die Anschläge. Der CDU-Politiker zeigte sich "tief betroffen". Er sagte, angesichts der Auswahl der Ziele sei klar, dass die Anschläge nicht nur Belgien galten, "sondern unserer Freiheit, unserer Bewegungsfreiheit, der Mobilität und allen, die Teil der EU sind. Deswegen fühlen wir uns genauso getroffen von dem Anschlag", sagte er.

Auch Deutschland habe "Schutzmaßnahmen im Bereich der kritischen Infrastruktur" vorgenommen. Konkreter wurde der Minister nicht. Außerdem habe Deutschland die Grenzkontrollen im Westen verstärkt. Informationen über einen Deutschlandbezug der Täter oder über deutsche Opfer habe er nicht.

12.02 Uhr: Nach der Pressekonferenz bleiben viele Fragen offen. Weder ist klar, wie viele Opfer es gab, noch gibt es nähere Hinweise auf die Täter. So ist auch unklar, ob die Anschläge mit der Festnahme eines der mutmaßlichen Paris-Attentäter vor wenigen Tagen zusammenhängt. 11.57 Uhr: Auf der Pressekonferenz sprach auch Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw. Er bestätigte eine Information, die bereits vorher bekannt geworden war: Auf dem Brüsseler Flughafen habe sich wahrscheinlich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagte er. Bei allen drei Explosionen handele es sich um Anschläge.

11.54 Uhr: Belgiens Premier Charles Michel hat eine Pressekonferenz gegeben. Er rief seine Landsleute zu Ruhe und Besonnenheit auf. Wie viele Tote es gibt, sagte der Premier nicht.

Die Behörden versuchen, das öffentliche Leben zu schützen - mit Militär in der Brüsseler Innenstadt und auch mit verstärktem Schutz für Atomkraftwerke.

11.47 Uhr: Auch die deutsche Bahn fährt Brüssel nicht mehr an. Die Verbindungen enden derzeit in Aachen. Eine Liste der betroffenen Züge gibt es hier.

Offenbar verdächtiges Paket gesprengt

11.38 Uhr: Die belgische Polizei hat offenbar ein verdächtiges Paket gesprengt. Es soll in der Rue de la Loi gefunden worden sein - nahe der U-Bahn-Station Maelbeek.

11.35 Uhr: Nach Angaben des Verkehrsbetriebs STIB starben in de Metro 15 Personen, 55 wurden verletzt, zehn sollen in einem kritischen Zustand sein.

11.28 Uhr: Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat angekündigt, 1600 Polizisten zusätzlich an der Grenze einzusetzen.

Behörden: Attacke am Flughafen war Selbstmordanschlag

11.20 Uhr: Belgiens Generalstaatsanwalt hat laut den Sendern VTM und RTBF bestätigt, dass die Explosionen am Brüsseler Flughafen von einem Selbstmordattentäter ausgelöst wurden.

11.18 Uhr: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verurteilt die Attacken als "abscheulich":

11.15 Uhr: In Brüssel werden nun offenbar auch Soldaten eingesetzt:

11.12 Uhr: Griechenland hat mit einer emotional geladenen Erklärung auf die Terroranschläge in Brüssel reagiert: "Die Hauptstadt unserer (Europäischen) Union wird angegriffen. Wir trauern um die Toten ... wird sind alle Brüsseler", erklärte per Kurznachrichtendienst (Twitter) das griechische Außenministerium am Dienstag. Die Demokratie werde den Terrorismus besiegen, hieß es weiter.

Das öffentliche Leben in Brüssel ist zusammengebrochen

11.04 Uhr: Eurostar fährt Brüssel an diesem Tag nicht mehr an. Fahrgäste, die andere Zugverbindungen gebucht haben, sollen eine Stunde Zeit für den Check-in einplanen.

11.00 Uhr: Das EU-Parlament in Brüssel ist geschlossen. „Es kommt keiner mehr rein oder raus“, sagte der EU-Abgeordnete Herbert Reul "Focus Online". Der CDU-Politiker ist in seinem Büro und fühlt sich sicher im Parlamentsgebäude. Die Sicherheitstechnik am Eingang sei gerade komplett erneuert worden, sagte er der Nachrichtenseite.

Der Brüsseler Flughafen Zaventem

... liegt im Nordosten der belgischen Hauptstadt. Mit rund 23,5 Millionen Passagieren im vergangenen Jahr liegt der größte belgische Flughafen in etwa auf dem Niveau von Berlin-Tegel. Nach Angaben des Flughafens werden 226 Ziele von 77 verschiedenen Fluglinien angeflogen. Hinzu kommen etwa 490 000 Tonnen Fracht, die an dem Airport umgeschlagen wurden. Neben dem Flughafen Zaventem gibt noch den kleineren Flughafen Charleroi rund 50 Kilometer südlich von Brüssel.

10.44 Uhr: Spaniens Außenminister José Manuel García-Margallo hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Explosionen in Brüssel verantwortlich gemacht. "Es handelt sich um eine koordinierte Aktion an verschiedenen Stellen der Stadt", sagte der Minister am Dienstag dem Radiosender Cadena Cope. "Dieser Terrorismus ist wie ein Krebs, der sich über die ganze Welt ausbreitet." Der IS verfüge über Terrorzellen, die die Organisation in kürzester Zeit aktivieren könne. "Diese Gruppen brauchen keine große Vorbereitung, es genügt ein Befehl, und sie schlagen zu", betonte García-Margallo.

10.40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge als "barbarische Verbrechen" verurteilt. Der Terrorismus kenne keine Grenzen und müsse daher in aktiver internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Putin habe dem belgischen König Philippe sein Beileid ausgesprochen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Unter den Opfern bei mehreren Explosionen in Brüssel seien nach ersten Erkenntnissen keine russischen Staatsbürger, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

10.39 Uhr: Der belgische Premier Charles Michel hat den nationalen Sicherheitsrat zusammengerufen. Dem Gremium gehören die wichtigsten Minister der Regierung an. Michel wolle sich später bei einer Pressekonferenz äußern, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag.

Behörden: "Bleiben Sie, wo Sie sind!"

10.35 Uhr: Das offizielle Krisenzentrum ruft alle Menschen in Brüssel dazu auf, zu bleiben, wo auch immer sie sind - in Schulen, in der Arbeit etc.

10.33 Uhr: Die Eisenbahngesellschaft informiert, dass alle Bahnhöfe in Brüssel geschlossen sind. Reisende sollten gar nicht erst nach Brüssel kommen:

10.32 Uhr: Die beiden Explosionen sollen laut einem Medienbericht von einer Paketbombe und von einem Selbstmordattentäter ausgelöst worden sein.

Europas Regierungen reagieren auf Anschläge mit Krisenstäben

10.31 Uhr: Großbritanniens Premierminister David Cameron hat das Sicherheitskabinett zusammengerufen, um über die mutmaßlichen Terroranschläge mit mehreren Toten in Brüssel zu beraten. "Ich bin schockiert und besorgt wegen der Ereignisse in Brüssel. Wir werden alles tun, was wir können, um zu helfen", schrieb Cameron am Dienstag auf Twitter. Das Sicherheitskabinett werde noch am Vormittag zusammenkommen.

10.30 Uhr: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sagte: "Belgien wurde erneut von feigen und mordenden Anschläge getroffen." Er sprach den Angehörigen und Opfern sein Mitgefühl aus und bot dem Nachbarland alle Hilfe an. "Auch in unserem Land ist zu diesem Zeitpunkt extra Wachsamkeit geboten." In Den Haag trat am morgen der Krisenstab der Regierung zusammen.

10.28 Uhr: Das Mobilfunknetz in Brüssel ist Medienberichten nach zusammengebrochen.

10.27 Uhr: Sirenen hallen durch Brüssels Innenstadt, viele sensible Bereich sind inzwischen abgeriegelt:

10.21 Uhr: Der Flughafen hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet:

10.20 Uhr: Alle Museen in Brüssel wurden geschlossen.

10.19 Uhr: Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun offiziell wegen eines Terroranschlags.

10.16 Uhr: Der Sender RTBF berichtet unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, es habe am Flughafen 13 Tote und 35 Verletzte gegeben.

10.14 Uhr: Offenbar hat es bei der Explosion in der U-Bahn zehn Tote gegeben.

10.08 Uhr: EU-Angestellte in Brüssel wurden dazu aufgerufen, ihre Büros nicht zu verlassen - oder zu Hause zu bleiben, falls noch möglich. Die Explosion in der Metro ereignete sich ganz in der Nähe wichtiger EU-Einrichtungen.

Attacke am Flughafen könnte Selbstmordanschlag gewesen sein

10.06 Uhr:Die Explosionen am Brüsseler Flughafen wurden nach einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gab es dafür zunächst nicht.

10.01 Uhr: Ein Foto zeigt die Szenerie an der Metro-Station:

09.56 Uhr: Unbestätigten Medienberichten nach sind neben den beiden Bomben am Flughafen noch drei weitere hochgegangen.

09.55 Uhr:Bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen hat es nach Informationen des belgischen Senders RTBF etwa zehn Tote und 30 Verletzte gegeben. Das berichtete der Sender am Dienstag mit Hinweis auf Quellen in Brüsseler Krankenhäusern.

Höchste Sicherheitsstufe am Flughafen Frankfurt

09.44 Uhr: Nach den Explosionen in Brüssel richtet sich der Frankfurter Flughafen darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen. Eine erste Maschine der österreichischen Gesellschaft Austrian Airlines sei bereits nach Frankfurt dirigiert worden, berichtete ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Dienstag. Es sei zudem damit zu rechnen, dass die sieben geplanten Starts nach Brüssel abgesagt würden.

Zu Sicherheitsmaßnahmen in Frankfurt wollte sich der Fraport-Sprecher nicht äußern. Sie seien auf der höchsten Stufe und würden eng mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt. Vor Ostern steigen die Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen bereits stark an.

09.38 Uhr: Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib hat aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen geschlossen. Das teilte die Stib am Dienstag mit.

Weitere Explosion in Metro zwischen den Stationen Maalbeek und Schuman

09.34 Uhr: Der belgische Sender La Première meldet, aus der U-Bahn-Station dringe Rauch. Es gebe auch dort Verletzte.

09.30 Uhr: Ein Korrespondent des Senders N24 meldet, auch der Zentralbahnhof werde evakuiert.

09.26 Uhr: In der U-Bahn Brüssels hat es eine weitere Explosion gegeben. Es geht um die Stationen Maalbeek und die angrenzende Schuman, wo sich wichtige EU-Einrichtungen befinden.

09.25 Uhr: Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen ist die Terrorwarnstufe in Belgien auf das höchste Niveau angehoben worden. Das teilte ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon am Dienstag mit.

09.24 Uhr: Die belgische Polizei hofft, gegen 9.30 Uhr mehr Informationen zu haben, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur Belga sagte. Die Polizei spricht bisher von nur einem Toten, Medien berichten von mehreren Toten.

Alles deutet auf einen Terroranschlag hin

09.14 Uhr: Es kursieren Meldungen, es habe sich um einen Anschlag gehandelt. Angesichts des Szenarios wirkt das wahrscheinlich, ist aber nicht bestätigt. Belgische Medien berichten unter Berufung auf Zeugen, jemand habe auf Arabisch etwas gerufen, dann seien Schüsse zu hören gewesen.

09.02 Uhr: Der Flughafen bittet alle Passagiere, nicht mehr zum Flughafen zu kommen. Der Flughafen wird evakuiert.

08.49 Uhr: Die Journalistin Anna Aaronheim twittert ohne Quellenangabe, es habe elf Tote und 20 Verletzte gegeben. Die Zeitung "Dernière Heure" berichtete bereits, Zeugen hätte zerfetzte Körper gesehen.

08.41 Uhr: Der Sender RTL Info twittert, Augenzeugen hätten viele Verletzte gesehen.

Abflughalle des Brüsseler Flughafens nach Explosion massiv beschädigt

08.37 Uhr: Fotos zeigen, dass die Explosionen massiven Schaden angerichtet haben.

08.36 Uhr: Sie sollen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga in der Abflughalle ereignet haben, angeblich beim Schalter der American Airlines.

08.32 Uhr: Ein Video zeigt, wie sich die Menschen rennend in Sicherheit bringen:


Flughafen in Brüssel wird evakuiert

08.28 Uhr: Die Flugzeuge im Anflug auf Brüssel werden umgeleitet:

08.25 Uhr: Es sollen zwei Bomben explodiert sein. Das berichtet die belgische Zeitung "Derniere Heure".

08.24 Uhr: Auf Twitter kursieren bereits erste nicht verifizierte Fotos: