POLITIK
23/03/2016 00:22 CET | Aktualisiert 23/03/2016 04:46 CET

Innenminister: Trotz Terror - Länderspiel gegen England findet statt

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière
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Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière

  • Der Innenminister sagt, dass das Fußball-Länderspiel gegen England am Samstag stattfinden wird

  • Er fordert einen bessern Datenaustausch in Europa zur Abwehr von Terroranschlägen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) geht davon aus, dass das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England am Samstag in Berlin wie geplant stattfinden kann.

"Wir haben keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung und wir wollen - wenn es irgendwie geht - unser freiheitliches Leben nicht durch den Terror beeinflussen lassen", sagte de Maizière am Dienstagabend nach den Brüsseler Terroranschlägen dem "RTL Nachtjournal".

"Wir haben schon einmal anders entschieden. Aber es gibt jetzt keine Hinweise darauf, dass das Spiel nicht stattfinden könnte."

DFB sieht keine besondere Gefahrenlage

Zuvor hatte bereits der Deutsche Fußball-Bund erklärt, er sehe trotz der Terroranschläge von Brüssel momentan keine erhöhte Gefahrenlage für die Länderspiele gegen England sowie drei Tage später in München gegen Italien.

Die Behörden hatten am 17. November, vier Tage nach der Pariser Anschlagserie mit 130 Toten, wegen Terrorgefahr das Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover abgesagt.

"Was danach kommt, ist bumm"

In einem anderen Interview mit der "Bild"-Zeitung kritisierte er den Chef des Berliner Verfassungsschutzes Bernd Palenda. Der hatte zuvor gesagt: "Wir haben die höchste Warnstufe. Was danach kommt, ist Bumm."

De Maizière sagte, er halte von so einer Sprache nichts: "Wir stehen, ebenso wie auch Frankreich oder Belgien, schon seit längerer Zeit im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus. Die Lage für unser Land bleibt ernst. Wir werden gemeinsam mit unseren europäischen Partnern unbeirrbar gegen den Terror kämpfen. Sonst hätten die Terroristen ihre Ziele erreicht.“

Der Innenminister sagte aber, der Informationsaustausch der Behörden in Europa müsse besser werden: "Was wir noch brauchen, ist vor allem eine weitere Verbesserung des Informationsaustausches auf europäischer Ebene. Informationen liegen vielfach an einer Stelle vor, ohne dass die andere Stelle davon weiß. Wir müssen also bei der Vernetzung in Europa noch besser werden."

Mit Material der DPA

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