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21/03/2016 18:57 CET | Aktualisiert 21/03/2016 18:59 CET

Das sind die Porno-Vorlieben der Deutschen

Photodisc via Getty Images
Die Porno-Vorlieben der Deutschen unterscheiden sich stark nach Geschlecht und Region.

  • Die Deutschen schauen die meisten Pornos.

  • Fußball und der "Tatort" beeinflussen den Pornokonsum stark.

  • Es gibt starke Unterschiede abhängig von Geschlecht und Region.

Deutschland ist Spitzenreiter beim Pornoschauen. 12,5 Prozent aller Website-Aufrufe der Deutschen führen auf Porno-Seiten. Damit liegen wir fast drei Prozentpunkte vor Spanien, das mit 9,6 Prozent den zweiten Platz, gefolgt von Großbritannien und den USA, belegt.

Nicht nur zwischen den Ländern gibt es signifikante Unterschiede, auch innerhalb Deutschlands schwankt der Porno-Konsum stark. Dies geht aus einer Statistik des Porno-Anbieters Pornhub, die von der Zeitung "Die Welt" angefragt wurde.

Pornos sind im Leben vieler kaum wegzudenken. Laut dem Online Vergleichsportal "Netzsieger" drehen sich sogar 25 Prozent aller Anfragen um Pornografie, das sind täglich 68 Millionen Suchanfragen. Auf Pornhub, der größten Porno-Website im Internet, wurden 87,8 Milliarden Videos angeschaut, das sind durchschnittlich 12 von jedem Menschen auf der Erde.

Die deutschen Pornokonsumenten

Die Deutschen sind in Sachen Pornos wohl sehr heimatverbunden. Unter den Top fünf Suchbegriffen auf Pornhub haben es 2015 vier mit einem nationalen Bezug geschafft. Auf Platz eins schaffte es "german", gefolgt von "teen", "german milf", "deutsch" und "german amateur".

Der zweitbeliebteste Suchbegriff "teen" genießt dabei nur in Mexico und Brasilien eine so hohe Beliebtheit, wie in Deutschland.

Die deutschen Pornoliebhaber sind im Durchschnitt 38 Jahre alt, drei Jahre älter als der globale Durchschnitt. Dies liegt daran, dass die deutschen Konsumenten von Erotik-filmen überdurchschnittlich alt sind, 33 Prozent sind älter als 45.

"Tatort" und Fußball sticht Porno

Wichtiger als die Pronos scheint den deutschen die Kult-Krimiserie "Tatort" zu sein. Jeden Sonntag bricht der Pornokonsum der Deutschen zwischen 20:15 und 21.45 ein. Bei der Krimifolge "Schutzlos" am 5. August vorherigen Jahres sogar um 17 Prozent.

Die Deutschen scheinen Fußball den erotischen Filmen klar vorzuziehen. Bei Fußballspielen sinkt die Nutzung der Pornoseiten signifikant. Auffallend ist, dass die Nutzung nach einer Niederlage der Bayern in die höhe schnellt.

Beim Pokal-Halbfinals 2015 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund sank sie um 15 Prozent und stieg danach um 30 Prozent. Nach der Niederlage der Bayern gegen den FC Barcelona, im Mai vorherigen Jahres, stiegt der Pornokonsum um 33 Prozent.

Frauen und Männer im Vergleich

Die deutschen Frauen finden vergleichsweise wenig Gefallen an Pornos. Nur 17 Prozent schauen Pornos, der weltweite Durchschnitt liegt bei fast einem Viertel.

Nicht nur quantitativ, auch bei den Suchanfragen unterscheiden sich Frauen und Männer hierzulande.

Frauen suchen öfter nach "gangbang", "rough sex", auf deutsch: grober, harter Sex, und "bdsm" (Fesselspiele & Disziplin, Dominanz & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus) und "squirting", die weibliche Ejakulation. Männer interessieren sich dabei eher für die Suchbegriffe "sister" und "step sister".

Laut "Netzsieger" können sich einige Deutsche auch im Büro nicht von den Pornos fernhalten. 13 Prozent der Frauen schauen erotische Inhalte im Büro, bei den Männern ist es sogar jeder Fünfte.

Regionale Unterschiede

Hamburg ist unschlagbar die Hochburg der Pornonutzer. Obwohl nur 2 Prozent der deutschen Bundesbürger in der deutschen Metropole leben, verursachen sie 5 Prozent des Pornokonsums ganz Deutschlands. Ein durchschnittlicher Hamburger besucht jährlich schaut jährlich je 17 Videos auf 14 Pornoseiten.

Mit 45 Videos auf je 13 erotischen Webseiten liegt Berlin knapp dahinter. Schlusslicht bildet dabei Brandenburg. Dort besuchen ein Pronokonsument durchschnittlich 2 Pornoseiten und schaut je 40 Videos.

Die Deutschen schauen Erotikfilme durchschnittlich acht Minuten und 13 Sekunden lang. Damit liegen sie weit unter dem internationalen Durchschnitt von neun Minuten und 20 Sekunden

Am längsten lassen sich Berliner, acht Minuten und 30 Sekunden, und Hamburger, acht Minuten und 25 Sekunden, Zeit.

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