POLITIK
20/03/2016 23:25 CET | Aktualisiert 20/03/2016 23:29 CET

So viele Flüchtlinge soll Deutschland nach Merkels Deal aufnehmen

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Kanzleramtsminister Peter Altmaier

  • Kanzleramtsminister Altmaier sagt, dass Deutschland ein Viertel der 72.000 Flüchtlinge aufnehmen wird, welche die EU der Türkei abnehmen soll

  • Dabei wird der bereits vereinbarte Schlüssel zur Verteilung von Flüchtlingen angewandt

  • Alle EU-Staaten außer Ungarn und der Slowakei werden sich beteiligen

Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat zugesichert, dass Deutschland bei der Verteilung von bis zu 72.000 syrischen Flüchtlingen nach dem EU-Türkei-Pakt nicht überfordert wird.

Bereits im Juni und September 2015 seien Verteilungen von Asylsuchenden unter den EU-Mitgliedstaaten beschlossen worden, "dieser Schlüssel wird angewandt", sagte der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin".

Der Verteilungsschlüssel aus dem vergangenen Jahr sah vor, dass die Bundesrepublik rund ein Viertel des Flüchtlingskontingents übernimmt.

Dazu passend: Das Märchen vom Flüchtlings-Stopp: Die 6 wichtigsten Fragen und Antworten nach Merkels Türkei-Pakt

CSU-Chef Horst Seehofer hatte sich zuvor skeptisch geäußert. "Es besteht die Gefahr, dass Deutschland wieder die Hauptlast bei der Aufnahme der Flüchtlinge trägt", sagte er der "Bild am Sonntag".

Altmaier sagte zur praktischen Umsetzung des am Freitag in Brüssel gefundenen Kompromisses der EU mit der Türkei zur Reduzierung der Flüchtlingszahlen: "Das muss jetzt organisiert werden, das bedeutet viel Arbeit."

Aber Europa werde "gemeinsam die Last tragen", nur Ungarn und die Slowakei hätten sich ausgeklinkt. In Richtung der Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen sagte der CDU-Politiker, diese könnten sich ihr Asylland nicht aussuchen. "Flüchtlingsschutz gibt es nicht nur in Deutschland", betonte Altmaier.

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