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18/03/2016 12:27 CET

Griechischer Minister: "Idomeni ist ein modernes Dachau"

Im provisorischen Flüchtlingslager Idomeni herrschen katastrophale Zustände
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Im provisorischen Flüchtlingslager Idomeni herrschen katastrophale Zustände

  • Griechenlands Innenminister vergleicht Flüchtlingscamp Idomeni mit Nazi-Konzentrationslager

  • Er nennt die Schließung der Balkanroute als Ursache

  • Der Politiker versprach eine bessere medizinische Versorgung für die rund 12.000 Flüchtlinge vor Ort

Der griechische Innenminister Panagiotis Kouroumplis hat das Flüchtlingscamp von Idomeni mit dem NS-Konzentrationslager in Dachau verglichen.

Bei einem Besuch des Lagers Idomeni an der Grenze zu Mazedonien sagte der Politiker des Linksbündnisses Syriza, wer nach Idomeni komme, dem drehe sich angesichts der desaströsen Lage der Magen um.

"Zeitgenössisches Dachau"

"Ich zögere nicht zu sagen, dass hier ein zeitgenössisches Dachau ist", sagte Politiker im Fernsehsender Skai. Dies sei das Ergebnis der Schließung der Balkanroute, fügte er hinzu.

Kouroumplis sagte, ab sofort werde den Migranten in Idomeni ärztlich geholfen. Die schätzungsweise 12.000 Menschen müssten aber trotzdem alle Idomeni verlassen.

Im Landesinneren gebe es besser ausgestattete Lager, wo sie in Würde leben könnten, fügte der im Alter von zehn Jahren erblindete Politiker hinzu. Entsprechende Informationen wurden mit Flugblättern vor Ort verteilt.

12.000 Menschen verharren in Idomeni

Nach der Schließung der Balkanroute Richtung Mitteleuropa harren in Griechenland laut aktuellen Informationen mittlerweile gut 46.000 Migranten aus. Dies teilte der Krisenstab der Regierung in Athen mit.

Rund 7.300 von ihnen warteten am Freitag auf Inseln der Ostägäis auf Fähren zum Festland. Rund 13.600 Menschen befanden sich im Raum Athen.

Der Rest, etwa 12.000 Menschen, harrte im improvisierten Lager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze aus oder war in besser organisierten Lagern in Nordgriechenland untergebracht.

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