POLITIK
18/03/2016 11:25 CET | Aktualisiert 18/03/2016 17:00 CET

"Ist doch Quatsch": Das sagt Friedrich zu seinem Skandal-Tweet

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  • Ex-Minister Hans-Peter Friedrich hat sich zu seinem Skandal-Tweet geäußert

  • Beobachter haben ihn als Afforderung an Merkel interpretiert, aus der CDU auszutreten

Er hat es offenbar alles nicht so gemeint.

Ex-Minister Hans-Peter Friedrich hat sich nach seinem Skandal-Tweet über den Zusammenhalt der Union das erste Mal geäußert. In einem Interview mit "Faz.net" sagte der CSU-Politiker auf die Frage, ob er mit dem Tweet eine Spaltung der Union der fordere: "Nein, gerade nicht."

Der überwiegende Teil der Union vertrete die gleiche politische Auffassung. "Was ich mit meinem Tweet meinte, war: Wer möchte, dass die deutsche Politik nach links rückt, der soll künftig bitte Rot-Grün wählen, aber damit nicht mehr die Union behelligen. Und wer solche Positionen bei der CDU/CSU vertritt, der hätte ja mit Rot-Grün eine Alternative", sagte Friedrich "Faz.net".

Einige interpretierten Friedrichs Tweet als Austrittsforderung an Merkel. "Das ist doch Quatsch", sagte er "Faz.net". Es gehe Friedrich um die Rückbesinnung auf ihren Merkenkern, den einige verloren hätten. Ob er damit Merkel meinte, sagte er nicht. "Die CSU marschiert an der Seite der CDU. Das wird auch so bleiben", so Friedrich.

Der CSU-Politiker twitterte am Freitag: "CDU und CSU lassen sich nicht spalten. Der Merkel-Flügel der CDU kann sich ja ins rot-grüne Team verabschieden."

Wegen der hartnäckigen Widerstände gegen ihren Flüchtlingskurs in den eigenen Unionsreihen, fragen manche schon halb spöttisch: Ist Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel noch in der richtigen Partei?

Der bayerische Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann nahm den Ball von CSU-Mann Friedrich auf. "Wir heißen den Merkel-Flügel der CDU bei uns Grünen herzlich willkommen. Wir sollten sofort gemeinsam mit den Vorbereitungen für die Bundestagswahl 2017 beginnen!"