POLITIK
17/03/2016 07:36 CET | Aktualisiert 17/03/2016 07:38 CET

Deutsche Auslandsvertretungen in der Türkei wegen Anschlagsplänen geschlossen

Deutsche Auslandsvertretungen in der Türkei wegen Anschlagsplänen geschlossen
Markus Schreiber/AP
Deutsche Auslandsvertretungen in der Türkei wegen Anschlagsplänen geschlossen

  • Die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul sind geschlossen worden

  • Das gab Frank Walter Steinmeier in Berlin bekannt

  • Es lägen konkrete Hinweise auf geplante Terroranschläge vor

Nach Anschlägen in der Türkei sind die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat sowie die deutsche Schule in Istanbul geschlossen worden. Offenbar gab es Anschlagspläne gegen die deutsche Vertretung in der Türkei. "Gestern Abend erreichten unsere Sicherheitsbehörden einige sehr konkrete und sehr ernstzunehmende Hinweise, dass terroristische Attentate gegen unsere deutschen Vertretungen innerhalb der Türkei vorbereitet seien", sagte Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier am Donnerstag in Berlin.

Steinmeier hatte daraufhin entschieden, dass die deutsche Botschaft in Ankara, das Generalkonsulat in Istanbul und die deutschen Schulen in beiden Städten geschlossen bleiben. "Das war eine notwendige Maßnahme, weil der Schutz der deutschen Staatsbürger und der in den Einrichtungen arbeitenden und lernenden Menschen jetzt Vorrang haben muss." Die Schutzvorkehrungen an diesen Einrichtungen sollen jetzt erhöht werden.

Im Goethe-Institut im Zentrum Istanbuls wurde am Donnerstag wegen des Terroralarms der laufende Deutsch-Unterricht abgebrochen. Das deutsche Kulturinstitut, das nahe der Istiklal Caddesi in der Innenstadt seinen Sitz hat, schloss daraufhin vorübergehend.

In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 37 Menschen getötet worden. Am Donnerstag bekannte sich die aus der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hervorgegangene Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu dem Attentat.

Die Tat sei eine Vergeltung für die «Massaker in Kurdistan», teilte die Gruppe auf ihrer Website mit und kündigte zugleich neue Anschläge an. «Die, die in der Türkei leben, sollen wissen, solange die faschistische Diktatur nicht dem Erdboden gleichgemacht wird, ist kein Menschenleben sicher», hieß es.

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