POLITIK
17/03/2016 02:53 CET | Aktualisiert 17/03/2016 02:55 CET

Bamf-Chef : "Bis zum Herbst wissen wir, wer überhaupt im Land ist"

Bamf-Chef will "Unordnung beseitigen": "Wir werden bis Herbst wissen, wer überhaupt im Land ist"
ullstein bild via Getty Images
Bamf-Chef will "Unordnung beseitigen": "Wir werden bis Herbst wissen, wer überhaupt im Land ist"

  • 1,2 Millionen Flüchtlinge sollen in den letzten drei Jahren nach Deutschland gekommen sein

  • Bamf-Chef Weise: Ab Herbst wissen wir, wer überhaupt im Land ist

1,2 Millionen Menschen sollen in den letzten drei Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein. Diese Schätzung gab Frank-Jürgen Weise, Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), am Mittwochabend in den "Tagesthemen" ab. Weise erklärte, man werde sicherstellen "dass die Bevölkerung sehen kann, das läuft in geordneten Bahnen."

Man wolle verhindern, dass ein Bild der "Überflutung" entstehe, hatte Weise bereits im Vorfeld des Interviews während eines Kongresses geäußert. Abhilfe gegen die Verunsicherung in der Bevölkerung soll auch eine neue Informationstechnologie bieten, "die sicherstellt, dass wir vielleicht Mitte des Jahres, im Herbst, wissen, wer überhaupt im Land ist", sagte Weise in der ARD.

Die Mängel, die es bisher in seiner Behörde gegeben hatte, seien weitestgehend beseitigt. Weise kündigte an "dass in diesem Jahr diese gravierenden Mängel abgearbeitet sind." Erst kürzlich hatte das Bamf bekanntgegeben, dass man mit der Zahl der Asylanträge derzeit überfordert sei und ein weitere Antragsstau drohe.

Auf die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge angesprochen, erklärte Weise, es gelte jetzt "dass, wir nicht in Deutschland unsere guten Maßstäbe senken, aber geflüchtete Menschen langsam dahin führen, dass sie eben aus ihren Fertigkeiten, Talenten und Kompetenzen auch Berufe machen." Und das brauche zweifelsohne Zeit.

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