POLITIK
17/03/2016 06:05 CET | Aktualisiert 17/03/2016 06:14 CET

Lehnt sich Peter Tauber jetzt gegen Angela Merkel auf?

JOHN MACDOUGALL via Getty Images
Christian Democratic Union (CDU) secretary general Peter Tauber addresses delegates during the CDU congress in Cologne, western Germany, on December 10, 2014. German Chancellor Angela Merkel was re-elected unopposed on December 9, 2014 as chief of her conservative party at a triumphant congress that celebrated her role as Europe's most powerful leader. AFP PHOTO / JOHN MACDOUGALL (Photo credit should read JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)

  • Nach dem Wahldebakel gibt es in der CDU wieder verstärkt Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik

  • Gibt es gar eine Meuterei in der Partei gegen die Politik der Kanzlerin?

CDU-Generalsekretär Peter Tauber soll den umstrittenen Plan „A2“ der rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner früh gekannt und ausdrücklich unterstützt haben.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Kreise im Konrad-Adenauer-Haus, die Bundesgeschäftsstelle der CDU. Ein Sprecher der CDU-Rheinland-Pfalz bestätigte gegenüber der Zeitung: "Das Konrad-Adenauer-Haus war vorab informiert."

Tauber verteidigte bisher die Kanzlerin

Das überrascht, denn Tauber trat in der Öffentlichkeit stets als vehementer Verteidiger der Flüchtlingspolitik Angela Merkels auf.

Tauber wiederum dementiert, dass er von dem Plan wusste. Der Plan, in dem Klöckner nationale Maßnahmen zur Lösung der Flüchtlingskrise anmahnte, sei mit ihm "nicht abgesprochen" gewesen.

Allerdings hatte Tauber das A2-Papier, das als Kardinalfehler Klöckners im Wahlkampf gilt, bereits am 23. Januar auf Facebook mit den Worten "Das ist gut so" gelobt.

Merkel geht auf Distanz

Bundeskanzlerin Angela Merkel ging zu dem Forderungskatalog, der in Teilen ihrer Flüchtlingspolitik widersprach, auf Distanz.

Nach den Wahlniederlagen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hatte Tauber ein dauerhaft geschlossenes Auftreten der Partei angemahnt, was in CDU-Parteikreisen als "Affront" gegen die Wahlkämpfer wahrgenommen wurde.

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