ENTERTAINMENT
16/03/2016 10:09 CET | Aktualisiert 17/03/2017 06:12 CET

"Raum": Der Kerker, der zum Oscar führte

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Für vier Oscars war "Raum" nominiert. Und das in den großen Kategorien: bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Hauptdarstellerin.

Letzteren Preis nahm Brie Larson (26) dann auch mit nach Hause. Wieso sie die Auszeichnung mehr als verdient hat, sehen die deutschen Kinozuschauer ab Donnerstag.

Die Story

Einen Trailer zu "Raum" sehen Sie auf Clipfish

Jack (Jacob Tremblay) feiert mit seiner Mutter Ma seinen fünften Geburtstag. Schnell wird klar, dass das Leben der beiden alles andere als gewöhnlich ist.

Sie sind gefangen in "Raum", einem 9 Quadratmeter großen Zimmer. Ein kleines Fenster gibt es nur an der Decke.

Jack, der in dem Zimmer geboren wurde, kennt nichts anderes als dieses Dasein, Ma hat ihm nie von draußen erzählt. Bis jetzt.

Um zumindest Jack zu retten, erklärt sie ihm, dass sie vor sieben Jahren von "Old Nick" (Sean Bridgers) entführt worden ist und dass sie ein Leben vor "Raum" hatte.

Obwohl der Junge völlig überfordert damit ist, dass es auch außerhalb des kleinen Zimmers eine Welt gibt, beginnt Ma damit, ihren Fluchtplan in die Tat umzusetzen.

Sie will "Old Nick", der regelmäßig abends kommt, dazu bringen, Jack mitzunehmen. Zum ersten Mal wäre der Fünfjährige damit aber nicht nur im "Draußen", sondern auch von der einzigen Person getrennt, die er kennt...

Buchvorlage zu "Raum" sorgte für Furore

Das Drehbuch zu "Raum" stammt von Emma Donoghue (46), die 2010 mit der Buchvorlage für Furore gesorgt hatte.

Der Bestseller ist an den Fall Josef Fritzl angelehnt, der seine Tochter über 24 Jahre lang in einer Kellerwohnung gefangen hielt.

"Ich fühlte immer, dass 'Raum' ein Film sein könnte, weil die Geschichte so viel natürliche Dynamik hat, obwohl mir klar war, dass es einen sehr intelligenten Filmemacher braucht, um herauszufinden, wie genau man es zum Leben erweckt", sagt die Schriftstellerin. Diesen Filmemacher fand sie in Lenny Abrahamson (50).

Herausgekommen ist nicht nur eine bewegende Geschichte über eine Gefangenschaft, sondern vor allem eine über die tiefe Liebe zwischen Mutter und Kind.

Getragen wird sie von den großartigen Darstellern: Neben Larson glänzt der erst neunjährige Jacob Tremblay als Jack.

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