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16/03/2016 14:37 CET | Aktualisiert 22/03/2016 12:39 CET

Physiotherapie: So macht euch diese Heilmethode wieder fit

Physiotherapie: So macht euch diese Heilmethode wieder fit
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Physiotherapie: So macht euch diese Heilmethode wieder fit

  • Psychotherapie ist nicht dasselbe wie Krankengymnastik

  • Dem Körper wird mit physikalischen Reizen geholfen

  • Wichtig: Viele Probleme entstehen durch Fehlhaltung

Die Physiotherapie als alternative Heilmethode behandelt Bewegungs- und Funktionseinschränkungen des menschlichen Körpers. Und zwar indem man sich die Möglichkeiten des eigenen Körpers wieder bewusst macht. Die Heilmittel, die hierfür genutzt werden, können dabei sehr unterschiedlich sein.

Verordnet wird die Physiotherapie bei Bedarf vom Arzt und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Alternative Heilmethode Physiotherapie - zur Wiederherstellung der Mobilität

In Deutschland wurde die Physiotherapie bis 1994 als Krankengymnastik bezeichnet. Heute sind Krankengymnastik und Physiotherapie zwei getrennte Bereiche, die aber durchaus aufeinander aufbauen können.

Die Physiotherapie besteht zum einen aus einer spezifischen Trainingsform, zum anderen aus der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln.

Bei diesen Heilmitteln handelt es sich in der Regel um physikalische Reize wie zum Beispiel Kälte, Bestrahlung, Druck (also Akupressur), Wärme oder Strom. Die Physiotherapie ermöglicht dem Patienten eine bewusstere Wahrnehmung der eigenen Körperfunktionen.

Dabei passt sich die Physiotherapie immer den vorhandenen Gegebenheiten an und sorgt unter anderem für Muskelaufbau oder die Anregung des Stoffwechsels.

Ziel der Physiotherapie ist es, die Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Außerdem soll Schmerzfreiheit oder Schmerzreduzierung erreicht werden.

So läuft eine Physiotherapie ab

Physiotherapie wird in Physiotherapiepraxen, in Krankenhäusern nach Operationen oder in Rehabilitationseinrichtungen angeboten.

Die erste Grundlage bildet eine ärztliche Diagnose. Dann kann Physiotherapie als Heilmittel vom Arzt verordnet werden. Den Behandlungsplan erstellt der Therapeut dann sowohl nach der Diagnose als auch nach den individuellen Befindlichkeiten des Patienten.

Wichtig ist, dass der Patient aktiv und eigenverantwortlich mitarbeitet, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Dabei teilt sich die Physiotherapie in drei unterschiedliche Bereiche ein:

  • Bei der Prävention soll Neuerkrankungen oder wiederkehrenden Beschwerden entgegengewirkt werden.
  • Die Therapie selbst beschäftigt sich mit der Behandlung von akuten oder chronischen Erkrankungen und sorgt so für eine Verbesserung der Lebensqualität.
  • Die Rehabilitation trifft Maßnahmen zur Wiederherstellung von körperlichen Funktionen, die durch eine Krankheit, einen Unfall oder eine Operation eingeschränkt sind.

Das Behandlungsspektrum der Physiotherapie

Die Physiotherapie findet in nahezu allen Fachbereichen der Medizin Anwendung. Dazu gehören die Orthopädie, die Chirurgie, die Neurologie, die Pädiatrie, die Gynäkologie und die Innere Medizin.

Die Nachbehandlung von Schlaganfall-Patienten nimmt einen großen Raum ein. Aber auch Rückbildungsgymnastik nach einer Schwangerschaft fällt in den Bereich der physiotherapeutischen Maßnahmen.

Die Behandlung selbst unterteilt sich in verschiedene Bereiche. Neben der Bewegungstherapie gehören auch die Atemtherapie oder die Balneotherapie mit Bädern, Trinkkuren oder Inhalationen von Heilgasen in das breite Feld dieser alternativen Heilmethode. Auch Massagen oder Lymphdrainagen gehören zur Physiotherapie.

Ursachen für Bewegungseinschränkungen im Alltag

Die Physiotherapie greift normalerweise erst ein, wenn bereits Beschwerden oder Funktionsstörungen vorliegen. Jeder Mensch kann aber selbst dazu beitragen, dass er bis ins hohe Alter hinein beweglich und fit bleibt.

Eine gute Maßnahme im Rahmen einer Physiotherapie ist dabei der Reha-Sport. Er wird unter Anleitung von erfahrenen Therapeuten in Gruppen oder Einzelsitzungen durchgeführt. Reha-Sport wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Wichtig ist es auch, die persönliche Umgebung unter die Lupe zu nehmen. Viele Probleme entstehen zum Beispiel durch eine Fehlhaltung. Die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen kann dazu beitragen, Erkrankungen, die durch eine Physiotherapie behandelt werden müssen, gar nicht erst entstehen zu lassen.

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