POLITIK
15/03/2016 10:29 CET | Aktualisiert 15/03/2016 11:18 CET

Mit dieser unglaublichen Kampagne wirbt eine Schweizer Volksinitiative für das Grundeinkommen

Die "Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen" wirbt für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
PhotoAlto/Frederic Cirou via Getty Images
Die "Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen" wirbt für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

  • Die Schweiz stimmt im Juni über das bedingungslose Grundeinkommen ab.

  • Eine Volksinitiative verschenkt 10.000 Schweizer Franken, um für ein "Ja" zu werben

Das bedingungslose Grundeinkommen taucht immer wieder in der öffentlichen Diskussion auf. In Zeiten der Wirtschaftskrise und den immer knapper werdenen Sozialleistungen, verspricht es eine Lebensgrundlage für alle.

Und nicht nur das. Befürworter erhoffen sich eine höhere Arbeitszufriedenheit und bewerben die Idee als einen notwendigen Schachzug gegen Armut - Kritiker tuen es als eine zwar gut gemeinte, aber nicht realisierbare Utopie ab.

Schweizer stimmen über bedingungsloses Grundeinkommen ab

So utopisch ist die Vorstellung eines Grundeinkommens für alle jedoch nicht, am 5. Juni soll das Schweizer Volk darüber abstimmen.

Befürworter werben fleißig für ein "Ja" bei der Volksabstimmung, allen voran die "Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen". Deren Unterstützer verteilten gestern 10.000 Schweizer Franken am Züricher Hauptbahnhof.

Die verteilten 10er-Noten dienen als "Flyer" für ein "Ja" beim kommenden Volksentscheid.

Und der Andrang ist nicht gerade klein:

Doch nicht jeder stellt sich für das verschenkte Geld in der Schlange an. In einem Youtube-Video erklärt ein Passant, er sehe es nicht ein, wie ein Hündchen hinter dem Geld her zu dackeln, er arbeite für sein Geld.

Menschenwürde durch Kostenumverteilung

Ein "menschenwürdiges Dasein": Das ist das Ziel der Initiative. Es soll mit einem Grundeinkommen von 2.500 Franken (2280 Euro) erreicht werden. Kosten würde das Projekt die Schweizer Regierung 200 Milliarden Franken im Jahr.

70 Milliarden Franken sollen laut der Initiative aus dem Ersatz der heute bestehenden staatlichen Transferleistungen, wie Renten- und Arbeitslosenversicherungsleistungen stammen.

Der restliche Betrag wäre als Sockelbeitrag des bereits bestehenden Erwerbseinkommen enthalten:

"Er würde jenen Anteil des Erwerbseinkommens ersetzen, der die Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens nicht übersteigt. Durch die hieraus hervorgehende Senkung der Lohnkosten würde eine staatliche Abgabe vonseiten der Arbeitgeber möglich.", schreibt die Volksinitiative auf ihrer Website.

Auch auf HuffPost:

Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz: "Angela Merkel handelt vollkommen irrational"

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.