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15/03/2016 07:12 CET | Aktualisiert 15/03/2016 07:18 CET

10 Dinge, die deine Mutter dir nie erzählt hat

Natasha Craig

THE BLOG

Schwanger.

Es war soweit, so klar wie der helle Tag starrten zwei blaue Linien von dem kleinen Schwangerschaftstest, den ich gerade gekauft hatte, auf mich zurück.

Ich prüfte noch einmal genau nach...

Eine Linie = nicht schwanger.

Zwei Linien = schwanger.

Jap, ich war definitiv schwanger.

Mein Herz klopfte.

In meinem Kopf drehte sich alles.

Mein Magen rumorte.

Ich war nervös, aufgeregt, verängstigt und begeistert - alles zur selben Zeit.

Das passierte gerade wirklich! Nach Jahren des Träumens, der Vorbereitung und des Herbeisehnens dieses Tages war er endlich gekommen. Ich würde Mutter werden.

Ich ahnte nicht, dass ich in neun kurzen Monaten die anstrengendste, lebensveränderndste, herzzerreißendste, aber unbeschreiblich belohnende Reise meines Lebens antreten würde.

In neun Monaten würde ich den Preis der Mutterschaft aus erster Hand zu spüren bekommen. Ich würde ganz genau wissen, was es heißt, um eine Mutter zu sein. Ich würde ein ganz neues Verständnis und Dankbarkeit für die wunderbare Frau entwickeln, die ich Mama nenne.

Ich würde etwas über Erlebnisse von Müttern lernen, über die ihre Kinder oft nur sehr wenig wissen.

Diese zehn Dinge hat deine Mutter vermutlich niemals erzählt:

1. Du hast sie zum Weinen gebracht... Und das oft.

Sie weinte, als sie herausfand, dass sie schwanger ist. Sie weinte, als du geboren wurdest. Sie weinte, als sie dich zum ersten Mal im Arm gehalten hat. Sie weinte vor Freude, vor Angst, vor Sorge und sie weinte, weil sie so tiefe Gefühle für dich empfindet. Sie fühltedeinen Schmerz und dein Glück und sie teilte es mit dir, ob du es bemerkt hast oder nicht.

2. Sie wollte dieses letzte Stück vom Kuchen.

Aber wenn sie sah, wie du es mit diesen großen Augen angesehen und dir die Lippen mit dieser winzigen Zunge abgeleckt hast, konnte sie es nicht mehr essen. Sie wusste, es würde sie viel glücklicher machen, deinen kleinen Bauch gefüllt zu sehen, als den eigenen.

3. Es tat weh.

Als du an ihren Haaren gezogen hast, tat es weh. Wenn du mit diesen scharfen Fingernägeln, die man unmöglich schneiden konnte, nach ihr gegriffen hast, tat es weh. Es tat auch weh, wenn du an ihrer Brust zugebissen hast. Du hast ihre Rippen mit deinen Tritten im Bauch gequetscht, neun Monate lang hast du ihren Magen ausgeweitet und ihren Körper in qualvollen Schmerzen verkrampfen lassen, als du diese Welt betreten hast.

4. Sie hatte immer Angst.

Ab dem Zeitpunkt Ihrer Empfängnis tat sie alles in ihrer Macht stehende, um dich zu beschützen. Sie wurde zu deiner Bärenmutter. Sie war die Frau, die am liebsten nein gesagt hätte, wenn das Nachbarmädchen dich halten wollte und sie schreckte zurück, wenn du im Arm des Mädchens lagst. Denn in ihrem Kopf konnte niemand so für deine Sicherheit sorgen wie sie selbst. Ihr Herz übersprang zwei Schläge, als du deine ersten Schritte gemacht hast. Sie blieb lange wach, um sicherzugehen, dass du gut zuhause ankommst und stand früh auf, um wach zu sein, wenn du das Haus für die Schule verlassen hast. Bei jedem gestoßenen Zeh und jedem Stolpern war sie in der Nähe. Nach jedem schlechten Traum und bei mitternächtlichen Fieberschüben war sie bereit, dich in den Arm zu nehmen. Sie war da, um sicherzugehen, dass es dir gut ging.

5. Sie weiß, dass sie nicht perfekt ist.

Sie ist ihr eigener schärfster Kritiker. Sie weiß um all ihre Schwächen und hasst sich manchmal selbst für sie. Am härtesten ist sie jedoch zu sich selbst, wenn es um dich geht. Sie wollte eine perfekte Mutter sein, nichts falsch machen - aber weil sie ein Mensch ist, machte sie Fehler. Sie versucht vielleicht immer noch, sich selbst dafür zu vergeben. Mit ihrem ganzen Herzen wünscht sie sich, in der Zeit zurückreisen zu können und es anders zu machen, aber sie kann nicht. Also sei nett zu ihr. Sie hat ihr Bestes gegeben.

6. Sie schaute dir beim Schlafen zu.

Es gab Nächte, in denen sie bis drei Uhr morgens aufblieb und dafür betete, dass du endlich einschläfst. Sie konnte ihre Augen kaum offen halten, als sie dir Wiegenlieder vorsang und sie bettelte, du mögest doch bitte, bitte einschlafen. Dann, wenn du endlich eingeschlafen warst, legte deine Mutter dich in dein Bettchen und all ihre Müdigkeit verschwand für eine Sekunde, als sie sich neben dir hinsetzte und auf dein perfektes Engelsgesicht hinunterblickte. Dabei fühlte sie trotz ihrer abgearbeiteten Arme und schmerzenden Augen mehr Liebe, als sie für möglich gehalten hätte.

7. Sie trug dich wesentlich länger als neun Monate mit sich herum.

Sie tat es, weil du es brauchtest. Mit der Zeit lernte deine Mutter, dich zu halten während sie putzte, während sie aß, sogar während sie schlief - weil es manchmal die einzige Möglichkeit für sie war, selbst ein wenig Schlaf zu finden. Ihre Arme wurden müde, ihr Rücken schmerzte, aber sie hielt dich trotzdem, weil du nahe bei ihr sein wolltest. Sie kuschelte mit dir, liebte dich, küsste dich und spielte mit dir. Du fühltest dich in ihren Armen sicher, du wusstest, dass du in ihren Armen geliebt wurdest. Also hielt deine Mutter dich in ihren Armen, so oft und so lang wie du es gebraucht hast.

8. Es brach ihr jedes Mal das Herz, wenn du geweint hast.

Es gab kein Geräusch, das so traurig war wie dein Weinen und keinen Anblick, der so schrecklich war wie Tränen, die an deinem perfekten Gesicht herunter rannen. Sie tat alles in ihrer Macht stehende, um deine Tränen versiegen zu lassen. Und wenn ihr das nicht gelang, zersprang ihr Herz in eine Million kleine Stücke.

9. Sie stellte dich an erste Stelle.

Deine Mutter kam ohne Essen, ohne eine Dusche und ohne Schlaf aus. Immer stellte sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Sie verbrachte den ganzen Tag damit, deine Bedürfnisse zu stillen und hatte am Ende des Tages nicht genug Energie für sich selbst übrig. Aber am nächsten Tag wachte sie auf und machte alles wieder genauso, weil du ihr so viel bedeutest.

10. Sie würde es alles wieder tun.

Mutter zu sein ist für jeden eines der schwersten Dinge auf der Welt und bringt einen manchmal an seine Grenzen. Man weint, man hat Schmerzen, man scheitert, man arbeitet und man lernt. Aber man erlebt mehr Freude, als man es je für möglich gehalten hätte und empfindet mehr Liebe, als das Herz fassen kann. Obwohl du ihr die ganzen Schmerzen, Sorgen, durchwachten Nächte und frühen Morgenstunden beschert hast, würde sie es alles wieder für dich tun, weil du es ihr wert bist. Also sage deiner Mutter beim nächsten Treffen „Danke" und mache ihr klar, wie sehr du sie liebst. Sie kann es nicht oft genug hören.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Andrea Maier aus dem Englischen übersetzt.